Menschenrechte

Ziele

WAS FUJITSU SEIN MÖCHTE

Die Berücksichtigung der „Menschenwürde“, sowohl in der realen als auch in der digitalen Welt, spiegelt sich in all unseren Unternehmensaktivitäten wider und wir arbeiten kontinuierlich daran, „am Menschen ausgerichtete (human-centric) Werte zu schaffen“.

ZIELE FÜR DAS GJ 2022

Bis Ende Oktober 2020 endgültig festzulegen.

Unser Ansatz

Die gemeinsamen, im Verhaltenskodex des Fujitsu Way formulierten Werte stellen für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter im Rahmen der Erfüllung ihrer täglichen Arbeitsaufgaben zu befolgende Richtlinien dar. Die wichtigste unter ihnen ist „Wir achten die Menschenrechte“, ein Grundsatz, der all unsere Unternehmensaktivitäten untermauert. Wir beabsichtigen sicherzustellen, dass dieses Konzept ein integraler Bestandteil des täglichen Handelns aller Beschäftigten der Gruppe wird.

Im Dezember 2014 veröffentlichte die Fujitsu Gruppe das „Fujitsu Group Human Rights Statement“ zur Förderung von Aktivitäten, welche die Menschenrechte im Einklang mit diesem Verhaltenskodex, wie im Fujitsu Way dargelegt, achten. Das Statement wurde in 21 Sprachen verfasst, einschließlich Japanisch und Englisch, und soll so sicherzustellen, dass es in der Unternehmenskultur sämtlicher Unternehmen unserer Gruppe verankert wird. Fujitsu hat auch die „FUJITSU Guiding Principles of Respect for Human Rights in Employment“ verfasst“. Diese sollen gewährleisten, dass die Achtung der Menschenrechte auch in Bezug auf das Arbeitsverhältnis fest etabliert wird.

Fujitsu hat seine Unterstützung der 10 Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen (United Nations Global Compact)(*)öffentlich bekannt gegeben, der auf universellen Prinzipien bezüglich der Menschenrechte und der Rechte am Arbeitsplatz basiert, wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der Kernarbeitsnorm (Declaration on Fundamental Principles and Rights at Work) der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO). Wir werden weiterhin Managementpraktiken unterstützen, die die Menschenrechte achten.

  • (*)
    Die 10 Prinzipien des United Nations Global Compact:
    Dieser Pakt identifiziert 10 Prinzipien, die Unternehmen in vier Bereichen einhalten sollten: Menschenrechte, Arbeitspraktiken, Umwelt und Korruptionsbekämpfung.

Organisationsstruktur und regelmäßige Prüfungen

Gemäß dem zuvor genannten „Fujitsu Group Human Rights Statement“ engagiert sich die Fujitsu Gruppe im Aufbau eines Human Rights Due Diligence Scheme (System für menschenrechtliche Sorgfaltspflicht), das die Auswirkungen unserer Geschäftsaktivitäten auf die Menschenrechte in der gesamten weltweiten Wertschöpfungskette erkennt und gleichzeitig negative Auswirkungen verhindert oder mindert.

Im Rahmen dieser Aktivitäten haben wir Beschäftigte der verschiedensten Abteilungen von Fujitsu befragt und Ideen mit in Japan ansässigen und internationalen Experten ausgetauscht. Auf diese Weise haben wir drei zentrale Bereiche identifiziert, in denen unsere Geschäftsaktivitäten große Auswirkungen haben, nämlich: der Lieferkette, den Mitarbeitenden und Kunden sowie Endanwendern. Daher engagieren wir uns nun in Aktivitäten, um Menschenrechtsangelegenheiten in diesen Bereichen zu behandeln.

Um im Rahmen unserer Kernanliegen Menschenrechte und Diversität in unseren weltweiten verantwortungsvollen Unternehmensaktivitäten die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht (Human Rights Due Diligence) weiter voranzubringen, haben wir in jeder von Fujitsus operativen Regionen ein System mit regelmäßigen Besprechungen für alle für die Förderung der Menschenrechte Verantwortlichen eingeführt. Wir werden die Fortschritte hinsichtlich der Erreichung unserer Ziele und KPIs in diesem Bereich verfolgen und weiterhin Ideen zur Human Rights Due Diligence austauschen.

Maßnahmen zur Schärfung des Menschenrechtsbewusstseins

Die Fujitsu Gruppe hat ein Human Rights Promotion Committee eingerichtet, das vom für Personalressourcen verantwortlichen Board-Mitglied geleitet wird. Darüber hinaus haben wir ein Regional Human Rights Promotion Committees eingerichtet, das aus regionalen Arbeitnehmervertretern von 24 Fujitsu Standorten in Japan besteht. Diese Komitees setzen Aktivitäten um, welche die Achtung der Menschenrechte fördern. Wir haben außerdem ähnliche Komitees in 80 Unternehmen der Gruppe in Japan einberufen.

Der Stand der Aktivitäten und Angelegenheiten der regionalen Komitees und der Komitees der Unternehmen der Gruppe wird regelmäßig an die Zentrale des Human Rights Promotion Committee gemeldet. Die Ergebnisse werden vom Human Rights Promotion Committee verwendet, um Aktivitäten zusammenzufassen und auf jährlicher Basis die Richtung für die Strategie zur Realisierung fortwährender, strukturierter Schulungsaktivitäten vorzugeben, welche die Achtung der Menschenrechte steigern. Um das Fujitsu Group Human Rights Statement in der Kultur aller Unternehmen der Gruppe zu verankern, haben wir „Business and Human Rights“-Poster gestaltet und diese an etwa 230 Standorten in Japan und anderen Ländern ausgehängt.

Human Rights Promotion Structure
Initiatives led by the Human Rights Promotion Committee

Menschenrechtsschulung

Auf Grundlage der vom Human Rights Promotion Committee festgelegten Strategieausrichtung veranstalten Fujitsu und die Unternehmen der Gruppe in Japan Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen mit unternehmensweit einheitlichen Kursinhalten und Inhalten, die speziell auf die Themen einer Region oder eines Unternehmens der Gruppe abzielen. Es gibt Schulungsprogramme, die alle Angestellten absolvieren, wenn sie in das Unternehmen eintreten oder befördert werden, und ganzjährig durchgeführte Schulungsprogramme. Diese Schulungsprogramme decken verschiedene Aspekte der Menschenrechte ab, darunter Diskriminierung von Minderheiten, Mobbing am Arbeitsplatz, Verständnis für LGBT-Themen und Menschenrechtsaspekte, die im Zusammenhang mit dem Geschäftsbetrieb stehen. Bei Fujitsu sind wir davon überzeugt, dass es für eine Kultur der Verständigung von entscheidender Bedeutung ist, von der Führungsebene unterstützt zu werden, um die Achtung der Menschenrechte zu etablieren. Daher haben wir Schulungen für neu ernannte Führungskräfte bei Fujitsu und Unternehmen unserer Gruppe in Japan durchgeführt, die ihnen unsere Vorgehensweise bei Unternehmensaktivitäten auf Grundlage internationaler Menschenrechtsstandards vermittelt. Außerdem hat die Fujitsu Gruppe ein E-Learning-Programm zu „Business and Human Rights“ entwickelt, das für alle Mitarbeitenden von Unternehmen der Gruppe gedacht ist und zum Ziel hat, das Bewusstsein jedes Mitglieds der Belegschaft für Menschenrechtsthemen zu schärfen. Zum Ende des GJ 2019 haben etwa 100.000 Beschäftigte der Unternehmen der Gruppe in Japan und anderen Ländern dieses Schulungsprogramm absolviert.

Rahmenbedingungen zur Berichterstattung und Beratung im Hinblick auf Menschenrechtsfragen

Die Fujitsu Gruppe führt ihre Geschäftsaktivitäten weltweit in enger Abstimmung mit lokalen Gemeinden durch. Durch die Zusammenarbeit mit solchen Gemeinden haben wir Systeme etabliert, sich für menschenrechtsbezogene Beratungen und Informationserfassungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu engagieren, um die verschiedenen Meinungen unterschiedlicher Parteien anzuhören und zu verstehen.

Die Fujitsu Gruppe hat ein Intranet-basiertes System eingerichtet, um alle Mitarbeitenden der Fujitsu Gruppe in Bezug auf menschenrechtsrelevante Themen zu beraten und von ihnen Beiträge zu akzeptieren. In Japan hat Fujitsu an 16 Standorten Human Rights Consultation Services eingerichtet. Die erörterten Angelegenheiten werden dem Human Rights Promotion Committee und regelmäßig Prüfern gemeldet, wobei akribisch beachtet wird sicherzustellen, dass personenbezogene Informationen und die Privatsphäre respektiert werden. Ziel ist es, den Nutzungsstatus dieses Beratungsservice zu erfahren und Initiativen einzurichten, um ein erneutes Auftreten von Verstößen zu verhindern.

Durch die „Compliance Line“-/„Fujitsu Alert“-Struktur erhält die Fujitsu Gruppe Berichte und bietet Beratungen, die in Verbindung mit Compliance-Angelegenheiten stehen, einschließlich Menschenrechtsaspekten für alle weltweiten Beschäftigten, Kunden, Lieferanten und dritten Parteien der Fujitsu Gruppe. Die Fujitsu Gruppe hat die Compliance Line für Lieferanten in Japan außerdem als Kanal eingerichtet, um Berichte von Lieferanten in Japan im Hinblick auf jegliche Handlungen entgegenzunehmen, die potentielle oder tatsächliche Fälle eines Verstoßes (Non-Compliance) in unseren Beschaffungsaktivitäten darstellen.

Initiativen zur Verhinderung von Zwangsarbeit und Kinderarbeit

Die Fujitsu Gruppe hat vereinbart, keine Zwangsarbeit oder Kinderarbeit zu nutzen. Jedes Jahr führt die Fujitsu Gruppe eine schriftliche CSR-Umfrage auf Grundlage des ISO 26000 Standards durch, um unsere Initiativen zur Verhinderung von Zwangsarbeit und Kinderarbeit zu überprüfen.

Außerdem machen wir unsere Stakeholder auf die Fujitsu Group CSR Procurement Guideline aufmerksam, die Maßnahmen zur Verhinderung von Zwangsarbeit und Kinderarbeit beinhaltet. Darüber hinaus fordern wir unsere Lieferanten auf, an einer schriftlichen Umfrage zum Status der CSR-Initiativen teilzunehmen, einschließlich der Schritte zur Verhinderung von Zwangsarbeit und Kinderarbeit.

Initiativen zur ethischen KI

Im März 2019 hat die Fujitsu Gruppe das „Fujitsu Group AI Commitment“ formuliert.

Als Unternehmen, das mit KI verbundene Geschäftsaktivitäten durchführt, einschließlich Forschungs-, Entwicklungs-, Implementierungs- und Betriebsaktivitäten, hoffen wir, die Geschäftsinnovationen unserer Kunden zu fördern, die Kommunikation mit Stakeholdern in der Gemeinschaft zu pflegen und in der Gesellschaft den enormen Nutzen der KI zu verbreiten. Aus diesem Grund legt das „Commitment“ unsere Versprechen gegenüber den Kunden und der Gemeinde dar.

Im Einklang mit diesem Commitment bündeln wir intern unsere Bemühungen, ethische Probleme rund um KI über eine Reihe von Maßnahmen zu verhindern. So haben wir beispielsweise für Mitarbeitende, die in ihrem Arbeitsbereich mit KI zu tun haben, interne Schulungen zur KI-Ethik veranstaltet. Außerdem haben wir die „Human Centric AI“-Arbeitsgruppe eingerichtet, deren Aufgabe die Klärung von Anliegen und Lösung von Problemen ist, die aus den eigentlichen Geschäftstätigkeiten hervorgehen, wie Menschenrechte, Datenschutz und ethische Bedenken.

Im September 2019 hat Fujitsu das Fujitsu Group External Advisory Committee on AI Ethics einberufen, ein Komitee, das aus externen Experten für KI und andere Bereiche besteht. Das Komitee bietet eine objektive Bewertung unserer Initiativen zur ethischen KI und seine Ergebnisse werden Fujitsus Board of Directors mitgeteilt. Über diesen Vorgang werden unsere Projekte zur KI-Ethik in unser System der Corporate Governance aufgenommen, und wir überprüfen und verbessern unsere Maßnahmen auf regelmäßiger Basis.

Performance im GJ 2019

Fujitsu Initiativen thematisieren Menschenrechtsaspekte in drei Bereichen der Human Rights Due Diligence

BereicheMenschenrechtsaspekteGrößere Aktivitäten im GJ 2019
LieferketteArbeitsumgebung/Risikomineralien
  • Durchführung einer CSR-Umfrage, um den Stand der Einführung des RBA-Verhaltenskodex bei Lieferanten (106 wichtige Lieferanten und produktionsnahe Arbeitsvermittlungsagenturen sowie Subunternehmer) zu überprüfen, und Bearbeitung der Umfragerückmeldungen
  • Unterrichtung der Teilezulieferer, produktionsnahen Subunternehmer und Arbeitsvermittlungsagenturen über die Fujitsu Group CSR Procurement Guideline und Aufforderung, dieser schriftlich zuzustimmen
  • Durchführung von Audits zur Einführung des RBA-Verhaltenskodex bei drei Lieferanten
  • Überprüfung der Fertigungsstätten der Fujitsu Gruppe zum Stand ihrer Konformität mit dem RBA-Verhaltenskodex
  • Durchführung von Probe-Audits zur Einführung des RBA-Verhaltenskodex an drei Fertigungsstätten der Gruppe in Japan und anderen Ländern
  • Durchführung von E-Learning Kursen zur „verantwortungsbewussten Beschaffung“ für Mitarbeitende der Einkaufsabteilung (Purchasing Department) von Fujitsu
Mitarbeiterinnen und MitarbeiterDiskriminierung und Mobbing am Arbeitsplatz
  • Durchführung einer schriftlichen Umfrage an 97 Unternehmen der Gruppe in Japan und anderen Ländern auf Grundlage des ISO 26000 Standards, um den Stand von Initiativen zur Förderung der Achtung der Menschenrechte zu überprüfen
  • Durchführung von E-Learning-Kursen für alle Beschäftigten zur Verhinderung von Mobbing am Arbeitsplatz, einschließlich Verhinderung der Diskriminierung von Mitgliedern der LGBT+Community, mit Inhalten, welche die Veränderungen in der japanischen Gesetzgebung (Act on Comprehensive Promotion of Labor Policies) widerspiegeln
  • Fortsetzung der Schulungen für neue und beförderte Angestellte sowie Menschenrechtsschulungen in jeder Region Japans mit dem Ziel, verschiedene Formen der Diskriminierung und Belästigung zu verhindern
  • Durchführung eines gruppenweiten „Barrier-Free Minds“-Workshops (gruppenbasierte Schulung und E-Learning) zur Etablierung von Arbeitsplätzen und einer Gesellschaft, an denen jeder aktiv partizipieren kann, ob beeinträchtigt oder nicht
  • Überprüfung interner Systeme, Überwachung der IKT-Nutzung und Realisierung von Managementreformen zur Förderung vielfältiger, flexibler Arbeitsstile, die nicht auf langen Arbeitszeiten basieren
  • Durchführung von „Unconscious Bias“-E-Learning-Kursen für alle Beschäftigten, um grundlegende, systemische Diskriminierung aufzudecken und gleichzeitig weiter Diversität und Inklusion zu fördern. Zudem wurden die Kurse ausgeweitet, um Unternehmen der Gruppe in Japan einzuschließen
  • Überprüfung interner Unternehmensvorschriften, Dokumentation etc., um Konsistenz mit dem RBA-Verhaltenskodex sicherzustellen
Kunden und EndanwenderDatenschutz und Datensicherheit
  • Bekanntgabe des Fujitsu Group AI Commitment und Durchführung einer Bewertung der Auswirkungen von künstlicher Intelligenz (KI, engl. Artificial Intelligence - AI) auf die Menschenrechte. Wir werden die Punkte systematisch bestimmen, die für jede Branche und für die Aufgaben in jedem Beruf berücksichtigt werden sollten, wenn KI-Geschäfte gefördert werden, und uns dann auf diese Punkte beziehen, wenn wir bestimmte Maßnahmen planen

Schulung zu Menschenrechtsaspekten

    • Verhinderung von Mobbing am Arbeitsplatz: Ausgerichtet auf die Schaffung von inklusiven Arbeitsplätzen, an denen jeder willkommen ist
    • Diskriminierung von Minderheiten, Mobbing am Arbeitsplatz, Förderung eines Verständnisse für Geschlechtervielfalt und Menschenrechtsaspekte, die mit dem Geschäftsbetrieb in Zusammenhang stehen
    • Schulung für neue Angestellte: 1.130 Teilnehmende (Fujitsu Zahlen)
      Schulung für beförderte Mitarbeitende 2.768 Teilnehmende (Fujitsu Zahlen)
      Schulung für neue Führungskräfte 50 Teilnehmende

Maßnahmen zur Schärfung des Menschenrechtsbewusstseins

  • Veranstaltung eines Wettbewerbs, in dem sich Beschäftigte von Fujitsu und Unternehmen der Gruppe in Japan und ihre Familien Slogans zur Förderung eines Menschenrechtsbewusstseins ausgedacht haben: 4.102 Vorschläge
  • Verteilung von „Menschenrechts“-Nachrichten an Mitarbeitende von Fujitsu und Unternehmen der Gruppe in Japan zeitgleich mit der Menschenrechtswoche (4. - 10. Dezember 2019)
  • Aushängung von Postern zur Förderung des Menschenrechtsbewusstseins in den Arbeitsstätten von Fujitsu und Unternehmen der Gruppe in Japan.
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