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LAMY

"Mit der neuen Storage-Infrastruktur aus ETERNUS DX-Systemen und DataCore SANsymphony konnten wir unsere Hochverfügbarkeit signifikant steigern. Der Wechsel von einem Rechenzentrum ins andere erfolgt nun automatisiert und innerhalb von wenigen Sekunden."

Albin Schänzle Leiter Prozess- & IT-Management, C. Josef Lamy GmbH

Der Kunde

Längst hat sich die Marke LAMY auch außerhalb Deutschlands einen Namen gemacht für hochwertige Schreibwaren. Die C. Josef Lamy GmbH existiert seit über 80 Jahren als unabhängiges Familienunternehmen mit Sitz in Heidelberg. Seit 1952 gibt es die Marke LAMY, die ihre Innovationskraft bereits im ersten Jahr mit der völlig neuartigen Füllhalter-Serie LAMY 27 bewies. Spätestens seit den 60er-Jahren etablierte sich das Unternehmen mit einer unverwechselbaren Formensprache, so dass man vom „Lamy Design“ sprach. Mit einer Jahresproduktion von über sechs Millionen Schreibgeräten und einem Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro ist Lamy heute nicht nur Marktführer in Deutschland, sondern gehört auch zu den deutschen Designmarken, deren Produkte weltweit eine Sonderstellung einnehmen.

Die Herausforderung

In der Vergangenheit hat Lamy stark in den Ausbau einer virtualisierten Server- und Client-Infrastruktur investiert. Mit Erfolg, schließlich erhöhte sich die Flexibilität der IT bei gleichzeitiger Reduzierung von Energiekosten und Administrationsaufwand. Lamy arbeitet mit einem geteilten Rechenzentrum, das sich über zwei Brandabschnitte in der Heidelberger Unternehmenszentrale erstreckt. Die hier verwendeten PRIMERGY Server und ETERNUS DX-Speichersysteme waren bisher allerdings nicht gespiegelt, sondern einfach auf die beiden Brandabschnitte aufgeteilt. Jeweils zwei PRIMERGY RX300 Server haben die Performance für inzwischen 170 virtualisierte Clients geliefert (Fujitsu Zero Clients). Bei einem Ausfall von einer Rechenzentrumshälfte wären also 85 Clients unversorgt geblieben. Auch die Storage-Komponente war nicht redundant ausgelegt. „Unsere Geschäftsführung gab uns den Auftrag, die IT immer verfügbar zu halten“, erklärt Albin Schänzle, Leiter Prozess- & IT-Management bei LAMY. „Da mussten wir nach einer sinnvollen Ergänzung unserer schon sehr stark virtualisierten Umgebung suchen.“ Gleichzeitig sollte sich die Performance der eingesetzten Zero Clients erhöhen.

Die Lösung

Der erste Schritt zu mehr Hochverfügbarkeit war die konsequente Spiegelung der Hardware. Um die jeweils doppelte Last an Zero Clients mit Rechenleistung zu versorgen, reichte es aus, den Arbeitsspeicher der vorhandenen PRIMERGY Server aufzurüsten. Das bestehende Speichersystem ETERNUS DX90 bekam weitere Plattenshelves und einen entsprechenden Zwilling im nun gespiegelten Rechenzentrum.
Als dritte Form der Virtualisierung installierte der IT-Dienstleister idicos GmbH die DataCore-Lösung SANsymphony. Hiermit lassen sich sämtliche Storage-Kapazitäten virtualisieren und nicht zuletzt beschleunigen.

PRODUKTE UND SERVICES

  • Server: 2x PRIMERGY RX300 S7 (als DataCore Storage Domain Server)
  • Speichersystem: 1x ETERNUS DX90 S2 (als zweites Storagesystem für den Synchronspiegel)
  • Storage-Virtualisierung: DataCore SANsymphony-V (als Teil der Bytec ETERNUS DX+Appliance)
  • Service: Sizing und Installation durch den Fujitsu SELECT Expert Partner idicos GmbH (Schriesheim bei Heidelberg)

Kundenvorteile

Mit der neuen erweiterten Umgebung sind alle Rechenzentrums-Ressourcen von LAMY vollständig redundant. Aber dies allein ist noch nicht das schlagende Argument gewesen. „Die einfache Spiegelung im klassischen Sinne schützt ja nicht vor Downtimes“, erläutert Dr. Michael Melter, Geschäftsführer der idicos GmbH, die als Fujitsu SELECT Expert Partner zertifiziert ist. „Ein über Bordmittel des Storagesystems gespiegeltes Rechenzentrum benötigt schließlich immer noch ein händisches Eingreifen bei einem Ausfall.“ Deswegen implementierte idicos die DataCore-Lösung bei LAMY, die nun im Desaster-Fall ein automatisiertes Failover bewirkt. „Die Storage-Umgebung ist bei LAMY somit vollständig redundant, intelligent und auch sehr schnell“, so Dr. Melter.

Dieses Konzept ließ sich nur realisieren dank der ETERNUS DX+Appliance des Distributors Bytec. Diese Appliance umfasst zwei PRIMERGY RX300 Server, ein zusätzliches ETERNUS DX90 Speichersystem sowie die Storage-Virtualisierungs-Software SANsymphony-V – und zwar zu einem vergünstigten Paketpreis, so dass die DataCore-Lösung auch für kleinere Mittelständler wie LAMY erschwinglich ist.

Die Folge ist nun ein regelrechter Performance-Boost für die Speichersysteme, da SANsymphony viele Features enthält, die die einzelnen Platten stärker ausreizen. Festplattenblöcke mit häufigen Zugriffen weist die Software im Zuge eines Auto-Tierings automatisch schnelleren Plattentypen zu und stuft weniger aktive Blöcke auf langsamere und günstigere Festplatten zurück.

Ein weiterer Vorteil ist die Caching-Funktion. Das bedeutet, dass geschriebene oder von der Platte gelesene Daten sehr schnell in und aus dem im Vergleich mit Storagesystemen 20-50 mal größeren Cache der DataCore Köpfe (Storage Domain Server) verschoben werden und sich somit die Performance stark erhöht.

Fazit

LAMY ist mit der neuen Umgebung auf der absolut sicheren Seite, da nun auch sämtliche Storage-Kapazitäten redundant sind. Dies ist nicht zuletzt deswegen wichtig, weil das traditionsreiche Familienunternehmen inzwischen einen starken internationalen Fokus hat. „Unsere hochwertigen Schreibgeräte sind sogar in China und Singapur mit eigenen LAMY-Shops vertreten“, erklärt Albin Schänzle. „Zudem haben wir weltweit 40 Außendienst-Mitarbeiter, die ständig auf unser Rechenzentrum zugreifen müssen, schließlich sorgen die für den Umsatz.“ Die bisherigen positiven Erfahrungen mit den robusten Fujitsu-Systemen konnte LAMY nochmals bestätigen. Das Konzept aus starken PRIMERGY Servern und schlanken virtualisierten Zero Clients hat sich für das Unternehmen ausgezahlt. Dank SANsymphony ist nun nochmals ein wichtiger Schritt in Richtung Hochverfügbarkeit gemacht worden, wie Albin Schänzle bestätigt:

„Bei der bisherigen Lösung wäre im Desaster-Fall manuelles Eingreifen nötig gewesen. Bei 6 Terabyte Daten und 170 Zero Clients hätte uns der Umzug auf Ersatz-Systeme etwa einen Tag gekostet. Dank der neuen gespiegelten Fujitsu-Systeme und der DataCore-Lösung mit ihrem einfachen Handling reduziert sich diese Umschaltzeit auf wenige Sekunden. Gleichzeitig laufen nun alle Anwendungen auf den Zero Clients deutlich schneller. Bei Microsoft-Office-Anwendungen liegt die Performance-Steigerung bei guten 25 Prozent.“

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PDF Casestudy LAMY (406 KB)