Skip to main content
  1. Home >
  2. Über Fujitsu >
  3. News/Presse/Infos >
  4. Presse >
  5. 2015>
  6. Nationaler IT-Gipfel Fokusgruppe Digitale Souveränität: Ein hohes Maß an IT-Sicherheit darf nicht zur Bremse für Benutzerkomfort und Leistungsfähigkeit werden

Nationaler IT-Gipfel Fokusgruppe Digitale Souveränität: Ein hohes Maß an IT-Sicherheit darf nicht zur Bremse für Benutzerkomfort und Leistungsfähigkeit werden

10. November 2015
  • Rupert Lehner, Deutschland-Geschäftsführer von Fujitsu und Federführer der Fokusgruppe " Digitale Souveränität" / Plattform 5 des nationalen IT-Gipfels, übergibt das Positionspapier an Bundestagsabgeordnete
  • Fokusgruppe empfiehlt, neuartigen IT-Sicherheitsansatz auf Basis bestehender Infrastrukturen zu entwickeln
  • Forschungsrahmenprogramm der Bundesregierung sollte stärker genutzt und mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden

„Muss ein hohes Maß an Sicherheit zwangsläufig den Benutzerkomfort und die Leistungsfähigkeit der IT ausbremsen? Und muss immer alles gleich sicher sein?“ Diese Fragen stellte Rupert Lehner, Geschäftsführer von Fujitsu und Federführer der Fokusgruppe „Transparente, einfache und performante Ende-zu-Ende-Sicherheit für die Regierungs- und Bürgerkommunikation. Digitale Souveränität.“ der Plattform 5 des Nationalen IT-Gipfels bei der Vorstellung des Positionspapiers mit anschließender Diskussion mit den Bundestagsabgeordneten Hansjörg Durz (CSU), Thomas Jarzombek (CDU), Lars Klingbeil (SPD) und Konstantin von Notz (DIE GRÜNEN). Was in der analogen Welt mit Blick auf die Sicherheit eindeutig ist, ist in der Digitalisierung noch nicht selbstverständlich geworden. „Dass die Wohnung besser gesichert sein sollte als ein Gartenschuppen, ist jedem klar. Auch, dass im selben Haus die unterschiedlichen Wohnungen oder Geschäfte unterschiedlich gesichert sein können. In der digitalisierten Welt gibt es dieses Verständnis noch nicht“, so Lehner.

Die Fokusgruppe hat in den vergangenen Monaten ein Positionspapier erstellt, um dieses Spannungsfeld mit Blick auf digitalisierte Verwaltungsdienstleistungen für Wirtschaft und Bürger aufzulösen. Dabei ist sie davon ausgegangen, dass Bürger und Wirtschaft digitalisierte Verwaltungsdienstleistungen einfach und ortsunabhängig, sicher, wirtschaftlich sowie Infrastruktur- bzw. Geräteunabhängig nutzen möchten. In ihrem Positionspapier schlägt die Fokusgruppe deshalb ein neuartiges Sicherheitskonzept vor, das dieses ermöglichen soll und das zudem auf bestehenden Infrastrukturen aufsetzt.

„Im Titel unserer Fokusgruppe steht nicht umsonst Transparente, einfache und performante Ende-zu-Ende-Sicherheit. Wir haben hierzu einige Vorschläge und Empfehlungen erarbeitet und möchten diese in die politische und gesellschaftliche Diskussion einbringen“, erläutert Lehner eine wichtige Zielsetzung der Fokusgruppenarbeit. Die Fokusgruppe empfiehlt Politik und Verwaltung in Bund, Ländern und Kommunen:

  • für die Kommunikation mit Bürgern oder Wirtschaft ein neuartiges Sicherheitskonzept zu entwickeln, weil es derzeit keine Ende-zu-Ende-Sicherheitslösungen gibt, die zugleich benutzerfreundlich sind, eine hohe Performance bieten und wirtschaftlich sowie infrastruktur-unabhängig betrieben werden können. Sichere Anwendungsumgebungen müssen auf bestehenden Infrastrukturen aufsetzen, abgestufte Sicherheitsniveaus müssen flexibel gewährleistet werden.
  • Für besonders schutzwürdige Daten muss ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet werden, ohne Abstriche bei Bedienkomfort und Performance machen zu müssen.
  • Die Möglichkeiten des ressortübergreifenden Forschungsrahmenprogramms der Bundesregierung zur IT-Sicherheit sollten genutzt werden, um über Forschungsvorhaben die Entwicklung solcher Sicherheitskonzepte zu fördern und damit das Vertrauen bei Bürgern und Wirtschaft zu erhöhen.
  • die Informations- und Aufklärungsarbeit zum Themengebiet „Vertrauen und Sicherheit“ zu intensivieren. Hierzu sollte unter anderem eine Web-Plattform als Informations- und Austauschforum geschaffen werden.

Die Fokusgruppe stellt in dem Papier zudem die Elemente eines solchen Ansatzes vor. Dieser umfasst eine sichere, einfache Authentifizierung und eine erweiterte Endgeräte-Sicherheit. Gekapselte Anwendungen sorgen dafür, dass die Verarbeitung der Anwendungsdaten getrennt – „abstrahiert“ – von Betriebssystem und Hardware des Endgerätes erfolgt. Ein weiterer Aspekt ist der sichere Programmablauf im Rechenzentrum. Die gekapselten Anwendungen werden im Rechenzentrum bzw. auf dem Server ausgeführt und über eine verschlüsselte Verbindung zur Verwendung am Client übertragen. Zudem soll die Datenverarbeitung ohne Entschlüsselung als vollhomomorphe Ende-zu-Ende-Verschlüsselung laufen. Für das Rechenzentrum sind neuartige Konzepte wie zum Beispiel die Kommunikation über geschlossene Ports vorgesehen.

Neben dem federführenden Unternehmen Fujitsu haben die drei Plattformmitglieder Dataport, Initiative D21 und Software AG sowie die Bundesdruckerei, der Münchner Kreis und TNS Infratest an dem Positionspapier mitgewirkt.

O-Töne der Bundestagsabgeordneten:

Hansjörg Durz, CSU: „Die Digitalisierung von Wirtschaft, Verwaltung und des öffentlichen Lebens verändert unsere Kommunikation radikal, IT-Sicherheit ist dabei das zentrale Thema. Sicherheit muss aber nicht nur gewollt, sondern vor allem praktikabel sein. Die Fokusgruppe Digitale Souveränität leistet mit dem Positionspapier hierzu einen wichtigen Beitrag.“

Thomas Jarzombek, CDU: „Für den Erfolg der Innovationen des Internets ist es zentral, dass die Sicherheit im Netz und des Netzes gewährleistet werden kann. Die Chancen der Digitalisierung können nur dann umfassend genutzt werden, wenn die technischen Grundlagen existieren, damit die Chancen der Anwendungen im Netz die Gefahren deutlich überwiegen. Für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft ist das von größter Bedeutung.“

Lars Klingbeil, SPD: „Der Erhalt bzw. die Rückgewinnung der digitalen Souveränität ist von grundlegender Bedeutung für Deutschland und Europa: Ohne digitale Souveränität stehen der Schutz der Grundrechte ebenso in Frage wie die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Wirtschaft.“

Konstantin von Notz, DIE GRÜNEN: „Ein effektiver Schutz unserer digitalen Infrastrukturen und Kommunikation ist überfällig. Durchgehende Ende-zu-Ende Verschlüsselungen sind hier ein zentraler Baustein. Wo stünden wir heute, zwei Jahre nach den ersten Snowden-Enthüllungen, wenn wir diese Technik in die IT-Großprojekte der letzten Jahre implementiert hätten? Dies wäre ein echter Exportschlager. Ich begrüße, dass durch die Vorlage des Positionspapier nun neuer Schwung in die Debatte kommt.“

Weitere Informationen über Fujitsu erhalten Sie über

Über Fujitsu

Fujitsu ist der führende japanische Anbieter von Informations- und Telekommunikations-basierten (ITK) Geschäftslösungen und bietet eine breite Palette an Technologieprodukten, -lösungen und -Dienstleistungen. Mit rund 159.000 Mitarbeitern betreut das Unternehmen Kunden in mehr als 100 Ländern. Fujitsu nutzt seine ITK-Expertise, um die Zukunft der Gesellschaft gemeinsam mit seinen Kunden zu gestalten. Im Geschäftsjahr 2014 (zum 31. März 2015) erzielte Fujitsu Limited (TSE:6702) mit Hauptsitz in Tokio, Japan, einen konsolidierten Jahresumsatz von 4,8 Billionen Yen (40 Milliarden US-Dollar).
Weitere Informationen unter www.fujitsu.com/de/

Über Fujitsu Central Europe (CE)

Fujitsu Central Europe (Deutschland, Österreich und die Schweiz) ist ein führender europäischer Informations- und Telekommunikations-Komplettanbieter. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in München und bietet ein umfassendes Portfolio von Technologieprodukten, Lösungen und Dienstleistungen, das von Endgeräten über Rechenzentrumslösungen, Managed und Maintenance Services und Cloud-Lösungen bis hin zum Outsourcing reicht. In der Region Central Europe erzielte Fujitsu im Geschäftsjahr 2014 (zum 31. März 2015) mit rund 2.800 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 1,8 Milliarden Euro.Fujitsu entwickelt und fertigt in Deutschland Notebooks, PCs, Thin Clients, Server, Speichersysteme sowie Mainboards und betreibt hochsichere Rechenzentren. Mit rund 10.300 Channel-Partnern, davon 8.000 in Deutschland, 1.800 in Österreich und 500 in der Schweiz, verfügt Fujitsu zudem über eines der leistungsfähigsten Partnernetzwerke der Branche.
Weitere Informationen finden Sie unter www.fujitsu.com/de/

Über Fujitsu EMEIA

In der Region EMEIA (Europa, Naher Osten, Indien und Afrika) zählt Fujitsu zu den führenden Anbietern von Informations- und Kommunikations-basierten Geschäftslösungen. Das Unternehmen bietet ein breites Portfolio an Technologieprodukten, Lösungen und Dienstleistungen, das von Arbeitsplatzsystemen über Rechenzentrumslösungen und Managed Services bis hin zu Software und Lösungen aus der Cloud reicht. Die Fujitsu Vision „Human Centric Intelligent Society“, zielt auf eine intelligente Gesellschaft, die den Menschen in den Mittelpunkt jeglicher Informations- und Kommunikationstechnologie stellt. Fujitsu EMEIA ist Teil der globalen Fujitsu Gruppe und beschäftigt rund 28.000 Mitarbeiter.
Weitere Informationen unter: ts.fujitsu.com/aboutus.

Michael Erhard

Telefon: Telefon: +49(0) 89 307686 237
E-Mail: E-Mail: michael.erhard@ts.fujitsu.com
Unternehmen: Fujitsu Central Europe

Julia Henry

Telefon: Telefon: + 49 (0) 89 307686-238
E-Mail: E-Mail: julia.henry@ts.fujitsu.com
Unternehmen: Fujitsu Central Europe

Jochen Michels

Telefon: Telefon: +49 (511) 8489 1760
Mobile: Mobile: +49 (176) 1042 4180
E-Mail: E-Mail: Jochen.Michels@ts.fujitsu.com
Unternehmen: Fujitsu Central Europe
Funktion: Head of Account Marketing and Public Affairs
Geschäftsaktivitäten:Fokusgruppe „Digitale Souveränität“

Datum: 10. November 2015