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Mangelnde strategische Ausrichtung verhindert den Einsatz von Künstlicher Intelligenz

München, 07. August 2018
Auf einen Blick:
  • Studie von Fujitsu zeigt: Nur 25 Prozent der europäischen Unternehmen sehen Künstliche Intelligenz (KI) als strategisch wichtig an und nur 11 Prozent verfügen über eine KI-Strategie
  • Unternehmen erkennen jedoch bereits potenzielle Vorteile von Künstlicher Intelligenz (KI) 
  • Die Beteiligung von Führungskräften an der KI-Planung ist hoch, dennoch wurden noch keine umfassenden Initiativen umgesetzt – Unternehmen laufen Gefahr, strategische Vorteile zu verpassen
  • Produzierende Unternehmen sehen die größten Vorteile von KI in vorausschauender Instandhaltung, die zu einem reibungsloseren Betrieb, einer größeren Flexibilität der Produktion und einer höheren Effizienz durch Automatisierung führt
Die enormen Geschäftspotenziale von Künstlicher Intelligenz (KI) werden derzeit in Europa durch eine mangelnde strategische Ausrichtung gebremst. Unternehmen laufen Gefahr, die Chance zu verpassen, KI zur Transformation ihrer Unternehmen zu nutzen. Das zeigt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants1 (PAC) im Auftrag von Fujitsu. Die Ergebnisse basieren auf einem umfassenden Bericht, der die Vorteile von KI für die Innovation von Geschäftsanwendungen aufzeigt und einen nützlichen Leitfaden für Führungskräfte darstellt.

Für die Studie wurden IT-Spezialisten und Entscheider aus 240 Unternehmen in ganz Europa aus den Bereichen Automotive, Fertigung und Handel befragt. Trotz eines eindeutigen Verständnisses der Vorteile von KI auf funktionaler Ebene, zunehmender Akzeptanz und der weit verbreiteten Einbeziehung von Führungskräften in die KI-Planung, sieht nur jedes vierte befragte Unternehmen KI als strategisch wichtig an. Nur elf Prozent verfügen über eine KI-Strategie.

Unter den Unternehmen aus der Produktionsbranche wird die vorausschauende Wartung als das größte Potential von KI gesehen. 75 Prozent der Befragten stufen diese als "sehr wertvoll" ein. Die Studie führt dies darauf zurück, dass termingerechte Produktion oder die Lieferung bestellter Produkte für einen reibungslosen Ablauf in der Produktion enorm wichtig sind. Die Vorhersagen basieren hier auf der Analyse und dem Einsatz von Algorithmen auf den Laufzeitdaten einer Maschine. Auch die Anpassungsfähigkeit von Fertigungsprozessen an neue Produkte zu erhöhen (70 Prozent) und die Produktionseffizienz durch die Automatisierung der KI-gestützten Fertigung zu steigern (60 Prozent), wurde von den Befragten als sehr wertvoll eingestuft.

Die meisten Befragten waren sich zudem einig, dass KI zahlreiche weitere Vorteile mit sich bringt: Ein besseres Verständnis des Kunden in Vertrieb und Marketing, die Erkennung und Prävention von Betrug im Finanz- und Rechnungswesen, die Automatisierung der Supply Chain-Planung und Erfüllung im Supply Chain Management, die Verbesserung der Cyber-Sicherheit in der IT und die Verbesserung der vorausschauenden Wartung in den Produktionsabteilungen.

Neben rechtlichen und Compliance-Fragen wurden die mangelnde Verfügbarkeit von KI in Lösungen (61 Prozent sehen darin ein großes Hindernis) sowie interne Kultur und Prozesse (52 Prozent) als die größten bremsenden Faktoren eingeschätzt. Drei von fünf Befragten sind frustriert von der geringen Geschwindigkeit, mit der KI in IT-Lösungen integriert wird. Das verdeutlicht die hohe Nachfrage nach entsprechenden Technologien.  

Dr. David Snelling, Fujitsu Distinguished Engineer und Program Director Artificial Intelligence, CTO Office bei Fujitsu EMEIA, sagt: „Es scheint, als ob KI derzeit von funktionalen Bedürfnissen getrieben wird, mit einem klaren Verständnis der Angebote und Initiativen, die in ganz Europa im Gange sind. Aus Sicht von Fujitsu ist der fehlende strategischen Rahmen für KI jedoch überraschend und beweist, dass sich Führungskräfte stärker in interne Diskussionen einbringen müssen, um das volle Potential dieser disruptiven Technologie ausschöpfen zu können. Wir glauben, dass der Fokus momentan zu sehr auf Optimierung liegt, um zu beweisen, dass KI zu besseren Geschäftsergebnissen führt. Doch nur wenn Unternehmen einen strategischen Ansatz verfolgen, die interne Kultur ändern und Engpässe beseitigen, können sie wegweisende neue Anwendungen einsetzen, die das Kundenerlebnis radikal verbessern und neue spannende Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.“ 

Fast die Hälfte der befragten Unternehmen wendet KI bereits an. 70 Prozent der Unternehmen planen, ihre bestehenden Geschäftsanwendungen innerhalb der nächsten zwei Jahre mit KI-Technologie auszustatten. Ein übergreifendes Verständnis des funktionalen Wertes von KI treibt die Bereitschaft zur Implementierung deutlich voran. So erwarten beispielsweise fast 80 Prozent der Befragten einen hohen Nutzen aus der Automatisierung von Arbeitsabläufen, um die menschliche Interaktion zu reduzieren, 73 Prozent glauben, dass dies zu einer schnelleren Abwicklung von Geschäftsprozessen führen wird und 72 Prozent sagen mehr und bessere Handlungsempfehlungen voraus, wie z.B. vorausschauende Wartung, neue Produkte oder Dienstleistungen.

Weitere Ergebnisse der Studie: 
  • Bei der Frage, welche Kompetenzen von Anbietern von Geschäftsanwendungen für die Integration von KI-Technologien erforderlich sind, kommt es vor allem darauf an, einen Anbieter zu wählen, der das Innovationspotenzial von KI versteht und über solide, relevante Anwendungsbeispiele verfügt. 
  • In Italien und Spanien halten weniger Unternehmen KI für strategisch wichtig (17 Prozent gegenüber durchschnittlich 22 Prozent in Europa), was auf eine größere Zurückhaltung in Südeuropa in Bezug auf diese Technologie hindeutet.
  • Die DACH-Region (Deutschland, Österreich und die Schweiz) ist langsamer als andere Regionen, nur 10 Prozent setzen bereits KI-Tools und -Technologien ein.
  • Am anderen Ende des Spektrums sind die nordischen Länder (Dänemark, Schweden und Finnland) am meisten von KI begeistert, wobei 17 Prozent bereits über eine KI-Strategie verfügen, während die Unternehmen in Großbritannien KI am ehesten als strategisch wichtig ansehen (33 Prozent gegenüber einem europäischen Durchschnitt von 25 Prozent).
  • Unternehmen des produzierenden Gewerbes erwarten den größten Nutzen von KI in der Reduzierung menschlicher Fehler (60 Prozent), der Minimierung menschlicher Interaktion (51 Prozent) und der Reduzierung manueller Prozesse (43 Prozent).
  • In der Dienstleistungsbranche sowie im Einzelhandel und der Logistik verfügen die Befragten eher über eine KI-Strategie (15 Prozent) und sind eher bereit (25 Prozent), außerhalb ihres Unternehmens nach Fähigkeiten und Kenntnissen zu suchen als in anderen Branchen.
Anmerkungen für Journalisten
1 Pierre Audoin Consultants (PAC) wurde 1976 gegründet und ist das führende unabhängige europäische Forschungs- und Beratungsunternehmen für Software, IT-Services und digitale Transformation. Die CXP Group bietet ihren Kunden umfassende Unterstützung bei der Bewertung, Auswahl und Optimierung ihrer Softwarelösungen sowie bei der Bewertung und Auswahl von IT-Dienstleistern und begleitet sie bei der Optimierung ihrer Beschaffungs- und Investitionsstrategien. Mehr Infos unter www.pac-online.com 
2 Für die Studie "What AI can do for business applications" befragte PAC IT-Spezialisten und Entscheider aus 240 Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern in der DACH-Region (Österreich, Schweiz, Deutschland), Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien sowie in den nordischen Ländern (Finnland, Schweden, Dänemark) aus den Bereichen Produktion, Dienstleistungen, Handel und Transport.

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Über Fujitsu

Fujitsu ist der führende japanische Anbieter von Informations- und Telekommunikations-basierten (ITK) Geschäftslösungen und bietet eine breite Palette an Technologieprodukten, -lösungen und -Dienstleistungen. Mit rund 140.000 Mitarbeitern betreut das Unternehmen Kunden in mehr als 100 Ländern. Fujitsu nutzt seine ITK-Expertise, um die Zukunft der Gesellschaft gemeinsam mit seinen Kunden zu gestalten. Im Geschäftsjahr 2017 (zum 31. März 2018) erzielte Fujitsu Limited (TSE:6702) mit Hauptsitz in Tokio, Japan, einen konsolidierten Jahresumsatz von 4,1 Billionen Yen (39 Milliarden US-Dollar). Weitere Informationen finden Sie unter http://www.fujitsu.com/de/

Über Fujitsu Central Europe (CE)

Fujitsu Central Europe (Deutschland, Österreich und die Schweiz) ist ein führender europäischer Informations- und Telekommunikations-Komplettanbieter. Das Unternehmen bietet ein umfassendes Portfolio von Technologieprodukten, Lösungen und Dienstleistungen, das von Endgeräten über Rechenzentrumslösungen, Managed und Maintenance Services und Cloud-Lösungen bis hin zum Outsourcing reicht. In der Region Central Europe erzielte Fujitsu im Geschäftsjahr 2017 (zum 31. März 2018) mit circa 2.800 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro.
Mit über 10.000 Channel-Partnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügt Fujitsu zudem über eines der leistungsfähigsten Partnernetzwerke der Branche. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.fujitsu.com/de/

Über Fujitsu EMEIA

Fujitsu fördert eine Human Centric Intelligent Society, in der Innovation durch die Integration von Menschen, Informationen und Infrastruktur geschaffen wird. In der Region EMEIA (Europa, Naher Osten, Indien und Afrika) engagieren sich 28.000 Mitarbeiter für die digitale Co-creation, indem sie Geschäftsexpertise mit digitaler Technologie verbinden und neuen Mehrwert für Partner und Kunden schaffen. Fujitsu ermöglicht die digitale Transformation seiner Kunden mit Services, die sich auf Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge und Cloud fokussieren – unterstützt durch IT-Sicherheit. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.fujitsu.com/fts/about/

Enno Hennrichs

Telefon: Telefon: + 49 (0) 89 23031-627
E-Mail: E-Mail: Fujitsu-PR@fleishmaneurope.com
Unternehmen: FleishmanHillard Germany GmbH

Datum: 07. August 2018
City: München