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Fujitsu Europe Limited


Neue Festplattentechnologie ermöglicht erstmals Aufzeichnung im Terabit pro Quadratzoll-Bereich

Fujitsu entwickelt optisches Element für Thermal Assisted Magnetic Recording


Dienstag 28. November 2006 — Fujitsu Europe Limited, einer der weltweit führenden Anbieter innovativer Speicherprodukte, Computer-Peripherie und biometrischer Sicherheitslösungen, kündigt heute die Entwicklung eines mehrschichtigen optischen Elements für die Thermal Assisted Magnetic Recording Technologie an. Mit Hilfe dieses optischen Elements ist es den Ingenieuren gelungen, einen optischen Punkt von unter hundert Nanometern anzuvisieren und erstmals mehr als ein Terabit pro Quadratzoll an Daten zu speichern. Auf dem im Oktober stattgefundenen internationalen Symposium für optische Speicher in Japan wurde dieses wegweisende Verfahren zum ersten Mal präsentiert.

Der Bedarf an Festplatten mit hohen Kapazitäten im PC- und Unterhaltungs-elektronikmarkt steigt stetig an. Um auf die neuen Marktbedürfnisse zu reagieren und das Speichervolumen zu erhöhen, führte die Festplattenindustrie die Perpendicular Magnetic Recording (PMR) Technologie ein. Im nächsten Schritt arbeitet die Branche nun an der Verbindung der Optical Thermal Assist Technologie mit Perpendicular Recording, um die Speicherkapazität nochmals um den Faktor 10 zu erhöhen.

In der Forschung und Entwicklung gilt Thermal Assisted Magnetic Recording als eine der ausschlaggebenden Technologien um in Terabit-Bereiche vorzudringen. Dafür wird auf dem zu beschreibenden Medium ein sehr kleiner „Brennpunkt“ mit hoher optischer Übertragungsleistung benötigt.

Für die erfolgreiche Anwendung der Thermal Assisted Recording Technologie sind zudem folgende Kriterien von Bedeutung:

  • Optische Elemente müssen im Herstellungsprozess in die magnetischen Schreib/Lese-Köpfe der Festplatte eingearbeitet werden.
  • Der Lichtkegel muss auf eine extrem kleine Fläche fokussiert werden, um eine sehr hohe Dichte für die Terabit pro Quadratzoll (Tbit/in2)-Aufzeichnungen zu gewährleisten.
  • Um den Aufzeichnungspunkt zu erhitzen und dadurch ein einfacheres Schreiben auf die magnetischen Medien mit hoher Koerzitivkraft zu ermöglichen, wird eine hohe optische Übertragungsleistung benötigt.

Mit dem eigens entwickelten optischen Element konnte Fujitsu einen Punkt von 88 nm x 60 nm mit einer optischen Effizienz von 17 Prozent anvisieren. In das optische Element wurde eine mehrschichtige Struktur mit einer optischen Übertragungsschicht eingesetzt. Fujitsu konnte als erstes Unternehmen weltweit einen Punkt von unter hundert Nanometern mit Hilfe eines optischen Elements anpeilen.

„In der Entwicklung des High Density Recordings und für die Speicherindustrie als Ganzes ist die neueste Errungenschaft von Fujitsu ein wichtiger Meilenstein“, kommentiert Georg Dietsch, Director Storage Products Group EMEA, die Ankündigung des neuen mehrschichtigen optischen Elements.

In den letzten zwei Jahren wurden in Japan verschiedene Neuerungen angekündigt, wie beispielsweise: Fortschritte in der Patterned Media Technologie (Juni 2005), ein neues Gleitmittel das extrem niedrige Schreib-/Lese-Kopfflughöhen ermöglicht (April 2006) und Verbesserungen in der Materialentwicklung für Schreib/Lese-Köpfe (August 2006). Mit der neuesten Errungenschaft im Thermal Assisted Magnetic Recording bestätigt Fujitsu seine führende Rolle in der Entwicklung von Speichertechnologien.

Anmerkung: Die Arbeit an diesem optischen Element wurde als Teil des Projekts “Optische Speichertechnologie im Terabit-Bereich“ der Optoelectronic Industry and Technology Development Association (OITDA) und des Wirtschafts- und Handelsministerium (METI) 2002 in Japan und seit 2003 als Teilprojekt der New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO) und des METI realisiert.

Weitere Informationen zu Fujitsu Europe und den Produkten finden Sie unter: http://www.fel.fujitsu.com.

Ein Gigabyte (GB) = eine Milliarde Bytes; die verfügbare Kapazität ist geringer und hängt von der Betriebsumgebung und der Formatierung ab.
Puffer / Buffer: Ein geringer Teil des Pufferspeichers wird für den Betrieb der Festplattenfirmware genutzt.


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