Fujitsu Microelectronics Europe
Fujitsu gibt die Neuorganisation seines europäischen Halbleitergeschäfts bekannt
Mit der Gründung der neuen Business Unit ‚Graphics Solutions’ mit einem eigenen Graphics Competence Center wird der Vorsprung auf diesem Gebiet weiter ausgebaut
München, 12 September, 2006 — Fujitsu Microelectronics Europe (FME) gibt die Reorganisation seines europäischen Halbleitergeschäfts mit der Gründung einer eigenen Business Unit ‚Graphics Solutions’ bekannt. In Neuried bei München werden 30 Spezialisten aus den Bereichen Hard‑ und Softwaredesign, Applications und Marketing diesem Geschäftsbereich angehören.
FME ist auf dem Embedded Graphics Sektor bereits jetzt technologisch führend und plant, diesen Vorsprung weiter auszubauen. Hierzu sollen indem neue Bausteine eingeführt und fundierter Support geboten werden, der auf diesem expandierenden Markt erwartet wird. Mit neuen Grafikcontrollern zielt FME einerseits auf die bisherigen Segmente Automotive und Multimedia, nimmt jedoch zusätzlich neue Märkte wie Medizintechnik, Industrie, POS-Applikationen, Marine Systeme und Spielekonsolen ins Visier. Ein weiterer Schwerpunkt wird für FME außerdem darin bestehen, mit Produkten, die hochkarätige Peripheriefunktionen und integrierte Mikroprozessoren enthalten zusätzliche Funktionalität bieten.
Schon die existierenden Grafikcontroller-Familien von FME bieten optimierte Lösungen für Embedded-Graphics-Umgebungen wie Kfz-Navigationssysteme, Head-up-Displays, Konsolendisplays, komplexe virtuelle Dashboards und mobile Informations-Terminals. Die Grafikcontroller von FME zeichnen sich nicht nur durch schnellste Embedded-Rendering-Funktionen aus, sondern basieren zudem auf einem flexiblen Layer-Konzept. Hinzu kommt eine breite Palette von 2D- und 3D-Rendering-Funktionen und Bildschirmauflösungen bis zum UXGA-Standard (1.600 x 1.200) werden umfassend unterstützt.
Erstmals in 90-nm-Technologie
FME produzierte jüngst in 90-nm-Technologie gefertigte Grafikcontroller für Embedded-Automotive-Applikationen. Der MB86297 verkörpert die dritte Generation und wird in der Fujitsu-eigenen Fertigungsstätte im japanischen Mie produziert. Er kommt auf eine Rendering-Performance bis zu 10 Mio. Polygonen/s bei nur 2 W Leistungsverbrauch und nutzt die DDR Speichertechnologie. Ergänzt durch das Fujitsu-eigene API, ist der Baustein uneingeschränkt Open-GL ES-kompatibel und bietet spezielle Features wie etwa zwei Display-Ausgänge mit unabhängiger Auflösung, programmierbare Geometrie‑ und Rendering-Engines, Unterstützung für 8 Layer je Displaykanal und zwei Videoeingänge.
Im Fokus: Entwicklung neuer Produkte
„Die Einrichtung des neuen Graphics Competence Center erlaubt uns die verstärkte Konzentration auf die Entwicklung neuer Produkte und den lokalen Support, um unseren Vorsprung auf dem Grafikcontroller-Markt zu vergrößern“, betont Markus Mierse, Senior Manager, Business Unit Graphics Solutions bei FME, und fügt hinzu: „Ich bin überzeugt, dass mein neuer Geschäftsbereich in kürzester Zeit mit neuen Grafikcontrollern auf den Markt kommen wird, um die schon bisher eindrucksvolle Roadmap von FME weiter aufzuwerten. Damit ist sichergestellt, dass wir für alle von uns anvisierten Anwendungen den richtigen Grafikcontroller anbieten können. Dies wiederum unterstützt unsere Kunden, ihre Produktentwicklungszeit zu minimieren. Die ausgezeichnete Skalierbarkeit und Binärkompatibilität aller unserer Bausteine gibt unseren Kunden die Gewähr, dass sie ohne gravierende Softwareänderungen jederzeit auf anspruchsvollere oder einfachere Versionen wechseln können.“
Das neue Team, das mit seinen Hard- und Softwaredesignern, Applications- und Marketing-Support das notwendige Know-how für lokale Chipentwicklung in sich vereint, wird sich an seinem Erfolg auf dem Embedded-Graphics-Sektor messen lassen. Im einzelnen hat sich die neue Business Unit die folgenden Meilensteine zum Ziel gesetzt: Entwicklung des ersten Produkts gemeinsam mit Japan bis zum Ende des Kalenderjahres 2007 und Eintritt in die Gewinnzone im Zeitraum 2008/2009. Dazu erklärt Mierse: „Unser Ziel ist es, die Nummer eins im Embedded-Automotive-Graphics-Segment zu werden. Dazu wollen wir den Kunden in Europa sowie auf der ganzen Welt optimierte, passend dimensionierte Grafikcontroller für den Embedded-Markt zusammen mit einem erstklassigem Hard‑ und Software-Support bieten.“
Das Graphic Competence Center
Zu den Aufgaben des neuen Graphic Competence Center in Neuried gehört zunächst das mit Fujitsu Japan koordinierte Hardwaredesign. Dabei geht es um das Design von Logik und Makros für Grafikcontroller, den Entwurf von Chiparchitekturen, das Prototyping neuer Konzepte usw. Hinzu kommt das Softwaredesign mit der Entwicklung von Treibern (Open-GL, Open-VG usw.), die individuelle Anpassung von APIs, SoC-Software und Tools. Unterstützung bei der Applikationsentwicklung wird durch hausinterne Support‑ und Kundenseminare sowie mit Evaluation Boards usw. gewährleistet. Der Verantwortungsbereich der Marketing-Abteilung liegt in der Preisgestaltung, der Überwachung der Designs, Erlöse und Projekte, Partnernetzwerke und Kundenkontakt.
Kurze Entscheidungswege
Die Entscheidung, ein Graphic Competence Center zu gründen, fiel bereits im April dieses Jahres. Nach entsprechenden Bewerbungsgesprächen im Mai wurden im Juni die Verträge vorgelegt. Zum anfänglichen Team aus 30 Spezialisten gehören 4 bisherige Fujitsu-Mitarbeiter sowie 22 neue Mitarbeiter. Für die vier derzeit noch unbesetzten Stellen laufen gegenwärtig die Bewerbungsgespräche. Im Juli wurde entschieden, das Center im unmittelbar südlich von München gelegenen, über die Autobahn problemlos erreichbaren Neuried anzusiedeln. Als Eröffnungsdatum wurde der 2. Oktober festgelegt – gerade einmal 6 Monate nach dem Startschuss.
Das Team wird sich vom ersten Tag an mit einer ganzen Reihe von Projekten befassen. Eines dieser Vorhaben ist ein kurzfristiges, auf 3 Monate angesetztes Projekt zur Entwicklung eines Bausteins, der auf einem existierenden Design basiert, jedoch eine modifizierte Interface-Ausstattung aufweist. Hinzu kommt ein mittelfristiges (sechsmonatiges) Gemeinschaftsprojekt mit Fujitsu Japan zur Entwicklung eines neuen High-End-Bausteins. Diese werden für Key-Automotive- Applications entwickelt.
Die Zukunft
Für die Zukunft strebt Fujitsu an, mit seiner Business Unit ‚Graphics Solutions‘ höhere Wachstumsraten zu erzielen als der Markt insgesamt. Hierzu soll einerseits die Spitzenstellung des Unternehmens im Bereich Embedded-Automotive-Graphics erfolgreich gehalten werden, während andererseits Vorstöße in weitere anspruchsvolle Bereiche wie etwa Handheld-Navigationssysteme geplant sind. Unterstützt werden diese Vorhaben durch fortlaufende Investitionen in die Fujitsu-eigene 90-nm-Prozesstechnologie.
Kurzprofil Fujitsu Microelectronics Europe
Fujitsu Microelectronics Europe (FME) ist ein führender Lieferant von Displays und Halbleiterprodukten. Das Unternehmen bietet
fortschrittliche Systemlösungen für die Bereiche Automotive, Digital-TV, Mobile Kommunikation, Networking und Industriesegmente.
Die enge Zusammenarbeit der Entwickler aus den FME Design Centern - spezialisiert auf Mikrocontroller, Mixed-Signal, Wireless,
FRAM, Multimedia ICs und ASIC Produkte - mit den Marketing- und Sales-Teams aus ganz Europa trägt dazu bei, den Kunden-Anforderungen
bei der Entwicklung von Systemlösungen gerecht zu werden.
Dies wird durch eine breite Palette von hochentwickelten Halbleitern und IP unterstützt. Hochwertige Plasma-Displays ergänzen
das Produktportfolio. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Fujitsu Microelectronics Europe.
Für weiterführende Information: http://emea.fujitsu.com/microelectronics
