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Fujitsu Microelectronics Europe


Fujitsu präsentiert die Neuzugänge seiner Coral Grafik Display Controller Produktfamilie


Frankfurt, 18. Februar 2003 — Fujitsu Microelectronics Europe präsentiert neue Grafik Display Controller (GDC) seiner „Coral"-Produktfamilie, die wesentliche Verbesserungen gegenüber der äußerst erfolgreichen „Cremson"-Familie aufweisen. Die neuen Bausteine sind der MB86294 und der MB86295 (Coral B und Coral P). Sie sind in 0,18µm Technologie gefertigt und ebenso für Multimedia-Anwendungen in Fahrzeugen, wie z.B. Navigations- und Infotainmentsysteme, optimiert.

Der Coral P eignet sich auf Grund seiner Merkmale bestens für den Einsatz in Europa. Die neue Produktfamilie zeichnet sich durch eine erhöhte interne Taktfrequenz auf 166 MHz aus. So werden Performance-Steigerungen um den Faktor 10 im Bereich von Textur Mapping und genereller Rendering Performance im Vergleich zu den Vorgängern erreicht. Die Bausteine besitzen außerdem einen 64-Bit Speicherbus, bieten Unterstützung für sechs unabhängige Layer sowie zusätzliche Alpha-Blending-Möglichkeiten und verbesserte Video-Eingangsfunktionen.

Die höhere Bandbreite ermöglicht eine wesentlich schnellere Aktualisierungsrate für Grafikelemente und verbesserte Scanningfunktionen bei höheren Display-Auflösungen.

Coral B ist ohne externe glue-logic kompatibel zu Host-CPU Buses wie Fujitsu FR, Hitachi SH3, SH4 und NEC V83. Coral P besitzt eine PCI Host-Schnittstelle nach V2.1. Sämtliche Bausteine sind binärkompatibel zu den Grafikcontrollern der vorherigen Generation. Dies ermöglicht eine schnellere Entwicklung, da bestehende Software-Routinen und Treiber ohne jegliche Modifikationen direkt weiterverwendet werden können.

Die 2D-Zeichenfunktionen wurden durch die Einbindung einer Darstellungsfunktion für Linientiefe verbessert. Sie ermöglicht eine klare Definition der jeweils zutreffenden räumlichen Staffelung von sich kreuzenden Kartenlinien. Bei früheren Bausteinen ließ sich eine solche Darstellungsqualität nur mit zusätzlicher Software erreichen. Die Weiterentwicklung des Hardwaredesigns brachte zusätzliche Verbesserung bei der Generierung der Linienmuster (pattern line function).

Weil nun jedem Layer die erforderliche Bildgröße zugewiesen wird, lassen sich mit der flexiblen 6-Layer-Technik gleichzeitig mehrere hochauflösende Bilder in unterschiedlichen Größen an beliebigen Stellen des Bildschirms und nicht nur im Vollbild darstellen. Alle Layer können in einer Farbtiefe von 8, 16 oder 24 Bits/Pixel dargestellt werden und lassen sich in Position, Größe und Priorität verändern. Die maximale Größe eines Layers wurde auf 4096 x 4096 Pixel angehoben.

Coral P besitzt eine Reihe weiterer verbesserter Funktionen. Zu ihnen gehört ein externer Videoeingang gemäß den Normen ITU656 (YUV), RGB666 und RGB888. Dabei lassen sich alle eingespielten Videosignale zusammen mit rechnergenerierten Grafiken darstellen. Der Videoeingang akzeptiert TV-Tuner, DVD-Player oder Kamera- Signale im PAL- oder NTSC-Format und erlaubt die Nutzung gerenderter Grafiken von jedem beliebigen anderen GDC als Video-Eingangsquelle. Der Video-Datenstrom wird vollständig unabhängig vom display-scanning-process gelesen, modifiziert und in einen Video-Pufferspeicher geschrieben. Der Baustein kann Videobilder mit unterschiedlichen Auflösungen und Frame Frequency Rate im Voll- oder Interlaced-Modus erfassen, skalieren und als picture-in-picture darstellen.

Durch den Einsatz von hochauflösenderen Bildschirmen in den neusten Automobil- und Konsumergeräten wird eine bessere Lesbarkeit erreicht, um z.B. DVD-Wiedergabe im Vollbild zu ermöglichen. Für diese Anforderungen enthält Coral einen Videoeingang mit einer up-scaling Funktion. Sie ermöglicht eine Darstellung von hochauflösenden Full Screen Multimediabildern. Die Aufwärts- und Abwärts-Skalierung kann voneinander unabhängig in horizontaler und vertikaler Richtung in Pixel- oder Zeilenauflösung eingestellt werden.

Zu den weiteren Verbesserungen gehören eine serielle Schnittstelle (SIO), universelle Ein/Ausgangs-Pins (GPIO), ein EEPROM-Anschluss und ein BGA-Gehäuse.

Weiterhin hat Fujitsu mit der Portierung der Treiber für alle wichtigen Betriebssysteme wie QNX, WinCE und Linux begonnen, die in Automobilelektronik-Systemen der nächsten Generation eingesetzt werden. Die Coral GDCs sind für einen Betriebstemperaturbereich von - 40 Grad Celsius bis + 85 Grad Celsius spezifiziert. Ab sofort sind Engineering Samples und Evaluation Boards für alle Versionen erhältlich.

Fujitsu wird in Zukunft die Coral Produktfamilie auf Basis bestehender Core-Technologien weiter ausbauen. Diese Designs werden insbesonders neue Automobilelektronik-Systemkonzepte wie Navigationssysteme, Head-up Displays und Rear Seat Applications unterstützen.


Ein zur Presseveröffentlichung gehörendes Bild mit niedriger Auflösung finden Sie über den Link:
ftp://ftp.jdk.co.uk/Fujitsu/Press/MRPR773.jpg

Zum Downloaden eines Bildes mit höherer Auflösung verwenden Sie folgenden Link:
ftp://ftp.jdk.co.uk/Fujitsu/Press/HRPR773.zip