
IT für eine emissionsärmere Welt
IT ist Mitverursacher der Klimaerwärmung und für 2% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Durch ihre innovative und effektive Nutzung können jedoch nicht nur die durch IT verursachten Emissionen reduziert werden. IT kann auch helfen, die restlichen 98% der Treibhausgase zu verringern.
Sir Nicolas Stern, ehemals Chefökonom der Weltbank, hat 2006 in seinem „Stern Report“ erstmals auch die gravierenden wirtschaftlichen Folgen der Klimaerwärmung dargestellt und ein mögliches Schrumpfen der Wirtschaft um bis zu 20% prognostiziert. Heute ist der Klimawandel weltweit als ernstzunehmendes Problem anerkannt und viele Regierungen haben sich zu einer Reduktion der CO2-Emissionen verpflichtet. Unternehmen aus allen Branchen sind angehalten, hierzu beizutragen und der Druck, CO2 zu reduzieren und umweltfreundlicher zu werden, wird immer größer. Nicht nur, dass zukünftig eine Steuer auf CO2-Emissionen die Kosten erhöhen könnte - auch zunehmend mehr Kunden, potenzielle Mitarbeiter, Investoren und Partner legen Wert darauf, dass sich Unternehmen umweltbewusst verhalten und nachhaltig wirtschaften.
Fujitsu auf Platz 3 der umweltfreundlichsten Unternehmen
Zum zweiten Mal in Folge ist Fujitsu von
IDG's Computerworld in Amerika (www.computerworld.com) als eines der umweltfreundlichsten Unternehmen ausgezeichnet worden. Nach Platz 5 im vergangenen Jahr, ist Fujitsu dieses
Jahr sogar auf Platz 3 der umweltfreundlichsten Unternehmen. Die Auszeichnung wurde im Rahmen der jährlichen Spezialausgabe
„Top Green-IT Organizations“ verliehen.
Nicht abzustreiten ist, dass die IT wesentlich zur Klimaerwärmung beiträgt. Einem Gartner Report von 2007 zur Folge verursacht die Informationstechnologie etwa 2% der globalen CO2-Emissionen. Doch auch wenn die IT selbst Mitverursacher der Erderwärmung ist, kann ihre innovative und effektive Nutzung gleichzeitig dazu beitragen, die restlichen 98 % der CO2-Emissionen zu reduzieren. Nachhaltigkeitsprogramme sollten deshalb nicht darauf beschränkt sein, die durch IT generierten CO2-Emissionen zu vermindern, sondern auch darauf abzielen, Prozesse durch Einsatz von IT zu optimieren und die CO2-Bilanz der Unternehmen zu verbessern.
Fujitsu unterstützt Unternehmen darin, nachhaltige, auf die Unternehmensziele ausgerichtete ITTransformationsprogramme durchzuführen. Wir entwickeln mit Ihnen eine Transformationsstrategie und beraten dabei, wie Sie durch den Einsatz von innovativer IT Ihre Geschäftsabläufe verändern und so die CO2-Bilanz optimieren können. Viele Initiativen zielen direkt darauf ab, den Energieverbrauch und damit die CO2-Emissionen der IT zu senken. Um sich als Unternehmen insgesamt nachhaltig aufzustellen, ist jedoch eine umfassendere Betrachtung notwendig, die herkömmliche Vorgehensweisen und Abläufe hinterfragt und über die traditionellen IT-Optimierungsmaßnahmen hinausgeht.
Eine Verringerung der durch IT verursachten CO2-Emissionen erzielen wir durch die Reduzierung des Energiebedarfs im Rechenzentrum, eine intelligente und effiziente Nutzung der Desktop- und Drucker-Infrastruktur, umfassende Beratung beim Einkauf von umweltschonender IT und die umweltverträgliche und nachhaltige Entsorgung von Endgeräten, sei es durch Weiterverwendung oder Recycling. Weitere Einsparungen sind durch eine Veränderung der Meetingkultur und die Nutzung moderner Kommunikationsmedien zu erreichen. Sie ermöglichen Mitarbeitern, unabhängig von ihrem Standort zusammenzuarbeiten. Dies erhöht die Produktivität und verringert gleichzeitig den Bedarf an Geschäftsreisen. Reisekosten und CO2-Emissionen können so reduziert werden. Die Einführung von Self Service und webbasierten Hilfetools ermöglicht in vielen Fällen auf Vor-Ort-Präsenz von Mitarbeitern zu verzichten. Anfahrtskosten und CO2 können so eingespart und gleichzeitig der Service optimiert werden. Werden Papierakten durch digitalisierte Dokumente ersetzt und bestehende Prozesse in elektronische Workflows umgewandelt, können auch hier wirtschaftliche und ökologische Vorteile erzielt werden. Eine weitere Maßnahme ist die Nutzung von Shared Services für Ihre IT oder Geschäftsprozesse. Damit sinkt der Bedarf, in eigene, kostspielige IT-Infrastruktur zu investieren. Und Sie erhalten hochwertige Services, die von vornherein auf eine möglichst geringe Umweltbelastung ausgerichtet sind.
Neues Rechenzentrum
bei Heilbronn
Nach unserem neuen Rechenzentrum in London, bauen Fujitsu und ihre Unternehmens-tochter TDS nun auch in Deutschland weitere Rechenzentrumskapazitäten auf. In Neuenstadt im Raum Heilbronn begannen im April die Vorarbeiten für ein neues, 3.700 Quadratmeter großes Rechenzentrum. Ausgerüstet mit neuester IT-Technologie bietet es Bestands- sowie nationalen und internationalen Neukunden von Fujitsu und TDS weitere Kapazitäten und Wachstums-möglichkeiten. Der Produktivstart der Systeme ist für Mitte März 2010 geplant.
Fujitsus green Initiativen
Wir bei Fujitsu haben uns dazu verpflichtet, unser Unternehmen umweltbewusst zu führen und sowohl in unserer eigenen Organisation als auch bei unseren Services für unsere Kunden die Umweltbelastung immer weiter zu verringern. Wir berücksichtigen Umweltfaktoren bei der Erstellung und Erbringung unserer Services. Mit Hilfe von Lean Prinzipien tragen wir dafür Sorge, dass Ressourcenverschwendung - und damit auch solche, die für die Umwelt schädlich ist - vermieden wird. Mittels der Fujitsu eigenen Methodik Sense and Respond suchen unsere Mitarbeiter kontinuierlich nach Wegen, die Qualität und Effizienz unserer Services zu verbessern und unnötigen Aufwand - sei es in Form von Arbeitszeit oder natürlichen Ressourcen - zu vermeiden.
Wir arbeiten ständig daran, unsere Kunden durch neue Leistungen noch besser zu unterstützen und gleichzeitig ihre Umweltbilanz zu erbessern. Unser neues Rechenzentrum vor den Toren Londons ist eines der umweltfreundlichsten in Europa und hilft jährlich den Energiebedarf von bis zu 6.000 Haushalten einzusparen. Durch innovative Shared Services Konzepte gehen wir neue Wege bei der Bereitstellung von Office- und Business-Appliationen und können so Kosten und Energiebedarf um bis zu 40 % reduzieren.
Europas umweltfreundliches Rechenzentrum
Eröffnet im Juni 2008 ist Fujitsus Rechenzentrum in Stevenage, Großbritannien, eines der umweltfreundlichsten in Europa*. Am Stadtrand von London bietet es Kunden aus ganz Europa die angesichts zunehmenden Mangels an Rechenzentrumsflächen dringend benötigten Kapazitäten für weiteres Wachstum. Hier erhalten Sie die Möglichkeit, Ihre Systeme in einem höchst effizienten, zuverlässigen und sicheren Rechenzentrum zu konsolidieren.
Das Rechenzentrum wurde in einem nicht mehr benötigten Warenlager errichtet. Durch die Weiternutzung des bestehenden Gebäudes mussten keine Grünflächen neu bebaut werden. Die Auswirkungen auf die Umwelt konnten damit so gering wie möglich gehalten werden. Das Gebäude wurde dreieinhalb Jahre für insgesamt 50 Mio. Euro umgebaut und so konzipiert, dass es nur noch halb so viel Energie benötigt wie vorherige Rechenzentren.
* Fujitsus Rechenzentrum erhält Tier III-Klassifikation
Fujitsus neues Rechenzentrum bei London ist das erste, das in Europa Tier III Status vom weltweit Standards definierenden Uptime Institute erhalten hat. Das 1993 gegründete Institut ist eines der bedeutendsten Kompetenzzentren für das Design, den Bau und das Management von Rechenzentren. Es hat zahlreiche bedeutende Innovationen vorangebracht, die heute als Standard gelten und vergibt die Tier-Klassifikationen, die die Ausfallsicherheit von Rechenzentren bewerten.
Verdampfer und Wärmetauscher minimieren den Energiebedarf, um das Rechenzentrum zu kühlen: sobald die Außentemperatur unter 16 Grad Celsius sinkt, wird Hitze nach außen abgelassen. Für ein umweltschonendes Heizen sorgen Wärmepumpen, die die bereits aufgeheizte Luft aus den Serverräumen aufbereiten und so die angesaugte Außenluft erwärmen. Ein spezielle Art von Luftbefeuchtern mit einer Sprüh- statt Dampftechnologie und variable Pumpen und Lüftungen, die nicht durchgehend auf maximalem Betrieb laufen, sorgen außerdem für eine Reduzierung des Energieaufwands. Auch die an eine dynamische unterbrechungsfreie Stromversorgung gekoppelte Notstromeinheit benötigt wesentlich weniger Strom als Backup-Systeme in herkömmlichen Rechenzentren.
Voll in Betrieb erzielt das Rechenzentrum eine Energieeffizienz von 1.6 (62% DCiE) nach dem Power Usage Efficiency (PUE) Rating**. Ältere Rechenzentren liegen in der Regel bei einem PUE Wert von 3.0 (33% DCiE). Unser neues Rechenzentrum in Stevenage ist damit doppelt so effizient wie herkömmliche Rechenzentren.
Nachhaltiger arbeiten - durch effizientere und flexiblere IT-Systeme
- Data Centre IT Optimisation Services: Indem die IT-Systeme standardisiert, automatisiert und virtualisiert werden, können Umweltbelastung und Kosten um bis zu 50 % reduziert werden
- Shared IT: Mit dem Storage Managed Service können unsere Rechenzentrums-Kunden Serverleistungen als Service einkaufen und so eine hohe Flexibilität erzielen. Fixkosten werden zu variablen Kosten.
- Zentral verteilte IT: Die Konsolidierung verteilter/dezentraler Systeme bringt ein höheres Nutzungslevel, eine höhere Flexibilität, reduzierte IT- und Energiekosten und spart Zeit und Reisekosten der IT-Mitarbeiter
- Virtuelle PCs oder Thin Client PC Systeme: reduziert Betriebs- und Energiekosten, steigert den Auslastungsgrad und spart Investitionskosten
** Der von der Grid-Green-Organisation gewählte Ansatz kennt zwei Kennwerte: die Power Usage Effectivness (PUE) und die Data Center Efficiency (DCE). Während mit der PUE die Effizienz des Energieeinsatzes ermittelt wird, wird mit dem DCE der Wirkungsgrad der im Datenzentrum eingesetzten Energie bewertet. Die beiden Werte berechnen sich aus der gesamten eingesetzten Energie und der Leistung der ITGeräte. Wobei sich die Power Usage Effectivness aus dem Quotienten der IT-Geräte-Energie zur Gesamtenergie berechnet. Der DCE ist hingegen der Kehrwert der PUE. In der Gesamtenergie ist die Energie für die Schaltanlagen, die unterbrechungsfreie Stromversorgung, die Batterien usw. und auch die Energie für die Kühlungen, die Klimaanlage sowie die für alle IT-Geräte, für Rechner, Speicher, Telekommunikations- und Peripheriegeräten enthalten.
