Desktop Management frisst
Budget auf
Ergebnisse einer europaweiten Studie zum Thema Ou tsourcing
Desktop Management verschlingt einen Großteil des Budgets, so das Ergebnis einer europaweiten Studie von Fujitsu Services, bei der 700 CIOs aus Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen befragt wurden. Über 50% aller IT-Leiter gaben an, 20- 50% ihres gesamten Budgets für Desktop Management auszugeben. Ursache für die hohen Kosten ist der hohe Zeitaufwand, den Desktop Management erfordert. Mehr als ein Drittel aller CIOs berichten, über 50% der Arbeitszeit ihres Teams für Desktop Management aufzuwenden. Gleichzeitig bezeichnen 28% der Teilnehmer der Studie ein zu geringes Budget als ihre größte Herausforderung.
Dass hier ein enger Zusammenhang besteht, und gerade das Outsourcing von Desktop Management ein entscheidender Hebel sein kann, wird von vielen CIOs anscheinend noch nicht erkannt.
Kulturelle Unterschiede bei der allgemeinen Einstellung gegenüber Outsourcing
Anders als in den angelsächsisch geprägten Ländern USA und Großbritannien, in denen Outsourcing stärker verbreitet ist, bestehen im restlichen Europa noch viele Vorurteile gegenüber dem Outsourcing des Desktop Managements. Der rationellen Prüfung möglicher Vorteile von Outsourcing steht dabei hauptsächlich die Angst der CIOs vor Kontrollverlust entgegen. Die Sorge, die Kontrolle über die IT zu verlieren, ist laut Studie mit 33% das führende Argument gegen Outsourcing. 26% der Befragten äußerten zudem die Befürchtung, durch Outsourcing Mitarbeiter zu verlieren. Als Argumente pro Outsourcing werden in erster Linie die Entlastung der Mitarbeiter und Arbeitserleichterung bei der Administration genannt.
Aufklärungsarbeit erforderlich
Jörn Feuerabend, Consultant bei Fujitsu Services zu den Ergebnissen der Studie: „Die Studie zeigt, dass bei CIOs in Deutschland und ganz Europa in Bezug auf die Vorteile von Desktop Managed Services noch Aufklärungsarbeit geleistet werden muss. Dabei ist es ein einfacher Weg, die Effizienz der ITAbteilung zu steigern. Die Mitarbeiter haben mehr Zeit, sich um strategische IT-Projekte zu kümmern und das Unternehmen senkt langfristig betrachtet die Kosten.“
Was ist beim Outsourcing von Desktop Management zu beachten?
Jörn Feuerabend, Programm Manager bei Fujitsu: „Es gibt eine Reihe von Punkten, deren Beachtung ich für sinnvoll halte. Outsourcing ist eine langfristig wirksame Entscheidung: Investitionsschutz erzielt man teilweise durch andere Aspekte als anfangs vermutet.
- Das Servicekonstrukt muss die Komplexität des Desktop-Service-Betriebs für den Kunden spürbar verringern. Das ist eine gemeinsame Aktivität, die mit der Definition von aus Anwendersicht und Fachbereichssicht bedarfsgerechten Leistungsanforderungen beginnt.
- Die Servicetransformation muss auf die tatsächliche Situation beim Kundenunternehmen aufsetzen können. Werden dem Dienstleister eventuell bestehende Probleme nicht offengelegt, bspw. um Einkaufskonditionen zu verbessern, kann dies zu Schwierigkeiten führen.
- Kostenersparnisse sind wünschenswert, dürfen aber nicht ausschließlich auf z.B. günstigeren Personalkosten des Dienstleisters basieren. Hoch qualifizierte Service-Teams und Methodenintelligenz sind bessere Voraussetzungen, um auch über 3 oder 5 Jahre Kostenersparnisse zu erzielen.
- Desktop-Services werden häufig als Commodity-Produkt mit ebensolchen Preisen verstanden. Das funktioniert nur, wenn das „Wie“ der Serviceerbringung bei Technologiethemen auch tatsächlich dem Dienstleister überlassen wird. Denn andere Resultate bedürfen auch anderer Vorgehensweisen.
