Kostenreduktion und Konzentration auf das Kerngeschäft sind Hauptargumente
Studie zeigt Outsourcing-Aktivitäten im Personalbereich
Die TDS HR Services & Solutions GmbH hat gemeinsam mit der HR Unternehmensberatung Dr. Geke & Associates GmbH die bislang umfassendste Studie über Outsourcing-Aktivitäten im Personalbereich deutscher mittelständischer Unternehmen durchgeführt.
Die Untersuchung, bei der mehr als 630 Unternehmen telefonisch befragt wurden, beleuchtet die bisherige Akzeptanz von Outsourcing sowie künftige Zielsetzungen, spezifische HR-Outsourcing-Felder und das Marktumfeld. Ein wichtiges Ergebnis der Studie: Die zwei Hauptmotive zum Auslagern von Aufgaben der Personalabteilung sind die Kostenreduktion sowie die Konzentration auf das Kerngeschäft.
Welche Tätigkeiten und Prozesse des Personalwesens einem Outsourcing-Partner anvertraut werden, hängt wesentlich von der Unternehmensgröße ab. Hier einige Ergebnisse der Studie in Kürze:
Was ist ein typischer Einstieg ins Outsourcing?
Für die meisten mittelständischen Unternehmen, die Aufgaben an externe Dienstleister verlagern wollen, steht die Lohn und Gehaltsabrechnung an erster Stelle.
Welche Branchen sind Vorreiter?
Das stärkste Interesse an HR Outsourcing zeigen die Telekommunikations-, IT- und Medienbranche sowie der Öffentliche Dienst. Hier haben sich bereits 40 Prozent der Befragten mit dem Thema beschäftigt oder bereits Aufgaben ausgelagert.
Warum Outsourcing?
Die Kosten waren für rund zwei Drittel der Befragten der entscheidende Faktor für die Vergabe von Aufgaben. Die Fokussierung auf das Kerngeschäft (15,4 Prozent) sowiedie Qualitätsverbesserung und das Know-how des Dienstleisters (jeweils 7,7 Prozent) rangieren deutlich dahinter.
Wichtig: Die persönliche Betreuung
Über die Hälfte aller Befragten bevorzugten einen zentralen Ansprechpartner beim Dienstleister. Eine Experten-Hotline, bei der je nach Thema auf mehrere Ansprechpartner zugegriffen wird, präferierten rund 25 Prozent.
Referenzen entscheidend
Bei der Frage nach den Kriterien bei der Auswahl des Dienstleisters stachen zwei Aspekte hervor: Entsprechende Referenzen und Fachkompetenz für HR-Aufgaben. Mit rund 35 bzw. 30 Prozent waren sie den Entscheidern am wichtigsten. Danach folgten Branchenwissen sowie die Preis- und Verrechnungsmodelle.
Variable Formen des Outsourcings
Sollen nur administrative Leistungen, spezifische IT-Leistungen, der Betrieb der IT-Infrastruktur oder gar ganze Geschäftsprozesse ausgelagert werden? Ein Großteil der befragten Unternehmen ist auf keine der genannten Formen der Auftragsvergabe festgelegt. Die Outsourcing-Tiefe wird variabel entsprechend den individuellen Anforderungen des auszulagernden Prozesses, der internen Gegebenheiten sowie der extern erhältlichen Leistungen gestaltet.
Outsourcing – die unbekannte Selbstverständlichkeit?
Nur 15 Prozent der Befragten gaben zu Beginn der Befragung an, bereits Dienstleistungen ausgelagert zu haben. Nach einzelnen HR-Prozessen befragt, zeigte sich jedoch, dass fast 22 Prozent der Befragten tatsächlich schon einzelne Prozesse extern vergeben hatten. Es scheint, dass die Inanspruchnahme einiger Dienstleistungen vielen Personalern so selbstverständlich geworden ist, dass sie auf den ersten Blick gar nicht mehr als Outsourcing wahrgenommen werden.
