
„Mit Fujitsu Services haben wir einen geeigneten Partner gefunden“
Dr. Kurt Servatius, Chief Operating Officer (COO) der ASIC, und Winfried Holz, Geschäftsführer Fujitsu Services Deutschland, über die strategische Partnerschaft der ASIC mit Fujitsu Services
Herr Dr. Servatius, die ASIC hat sich für Fujitsu Services entschieden. Warum?
Dr. Kurt Servatius: Bei der Suche nach einem Partner für dieses Geschäftsfeld ging es uns vor allem darum, den Mitarbeitern eine gute Zukunftsperspektive zu geben. Mit Fujitsu Services haben wir dafür einen geeigneten Partner gefunden. Fujitsu will in diesem Geschäftsfeld in Deutschland weiter wachsen. Das ist mit Sicherheit die beste Voraussetzung, um langfristig Beschäftigung zu sichern. Fujitsu ist weltweit unterden IT-Service- Providern die Nummer drei. In Europa ist das Unternehmen gut aufgestellt. Das Unternehmen will gerade auch in Deutschland weiter investieren. Das Leistungsportfolio und die Servicequalität von Fujitsu haben nicht nur die ASIC, sondern auch unsere Kunden überzeugt. Ich danke allen Mitarbeitern, die auf Seiten der Anbieter und in der Allianz mitgeholfen haben, diese Partnerschaft aufzubauen.
Herr Holz, Fujitsu Services will bei dieser Service-Übernahme Kosten reduzieren. Wie soll das funktionieren, wenn Sie alle ASIC Mitarbeiter übernehmen, die auch bisher mit diesen Aufgaben betraut waren?
Winfried Holz: Im Gegensatz zu vielen unserer großen Mitbewerber haben wir keine Überkapazitäten. Ich freue mich über diesen Outtasking-Auftrag, weil er strategisch ist für unser deutsches und europäisches Geschäft. Wir bauen unsere Leistungsstärke im Desktop Managed Services Umfeld weiter aus, um so zusätzliche Aufträge zu gewinnen und zu realisieren. Die übernommenen Mitarbeiter werden Teil einer größeren, europaweiten Service-Organisation. Sie spielen eine wichtige Rolle in unserer Wachstumsstrategie. Die Mitarbeiter, die von der ASIC kommen, werden uns sukzessive auch bei der Betreuung von Neukunden unterstützen. Wir werden durch Wachstum Auslastung schaffen. Fujitsu sieht sich in der Verantwortung und übernimmt das volle Auslastungsrisiko. Wir bieten langfristige Arbeitsplatzsicherheit und zahlreiche Möglichkeiten der Karriereentwicklung.
Worin liegt der Mehrwert, den Fujitsu Services bei der Übernahme der beschriebenen Services generiert?
Winfried Holz: Desktop Managed Services sind eine unserer Kernkompetenzen. Unsere ausgefeilten und bei zahlreichen Kunden bewährten Methoden haben auch die ASIC überzeugt, dass wir der richtige strategische Partner sind. Das Fujitsu TRIOLE Konzept für Services bietet die Grundlage dafür, dass wir IT-Infrastruktur und IT-Prozesse in hoher Qualität und gleichzeitig kostengünstig anbieten können. Die auf Vorlagen, so genannten „Templates“, basierenden Prozesse lassen sich optimal integrieren und gewährleisten ein hohes Maß an Standardisierung und Automatisierung. Darüber hinaus sorgt Fujitsus Prozessoptimierungsmethode Sense and Respond durch Verlagerung von mehr Verantwortung in den Service Desk für die optimale Steuerung der Supportorganisation und proaktive Vermeidung von Problemen und Ausfällen. Nicht Fehlerbehebung ist das wichtigste Ziel, sondern Fehlervermeidung. Unser „Lean Services“-Ansatz führt zur Industrialisierung der IT-Services. Dies ist eine besondere Stärke der Fujitsu.
Wir sind uns darüber im Klaren, welche Bedeutung die strategische Partnerschaft für die ASIC und damit die Allianz hat und werden unsererseits wesentlich dazu beitragen, dass dieses Projekt ein großer und nachhaltiger Erfolg für alle Beteiligten wird.
Erst vor kurzem hat die Allianz die Bündelung ihrer IT-Infrastruktur in Westeuropa bekannt gegeben. Wie passt das Partnerkonzept in diesen Kontext?
Dr. Kurt Servatius: Die beiden Veränderungen gehen Hand in Hand. Ein wichtiger Teil der Neuausrichtung der IT-Infrastruktur in Europa ist die Unterscheidung zwischen Kernbereichen, also Großrechnersystemen und Servern, und Bereichen, die nicht unsere Kernkompetenz bleiben werden, also Desktop-, Netz- und Telekommunikationsservices. Dies geschieht hier genau so wie im deutschen IT-Betriebsmodell. Innerhalb Europas ist der Grad der Eigenfertigung derzeit unterschiedlich. Unser Ziel ist es daher, eine einheitliche Fertigungstiefe sowie die Bündelung der Services bei wenigen, europäisch leistungsfähigen Partnern zu erreichen. Fujitsu Services hat also die Möglichkeit, sich für die Übernahme der Non-Core-Services in den europäischen Ländern zu bewerben.
