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Gebrüder Schuon Logistik GmbH

Cloud Services und mehr: Schuon Logistik zeigt
der Branche, wo's langgeht

Branchen:

  • Transportation & Travel
  • Retail/Wholesale

Offering Gruppe:

  • Scanners

Solution Gruppe:

  • Imaging Solutions

Regionen:

  • Deutschland
  • Austria
  • Switzerland

Herausforderungen:

  • Hohes Scanvolumen
  • Korrektes Scannen von Barcodes

Nutzen:

  • Geringere Kosten
  • Scan-to-Cloud
  • Effizienter Lieferprozess
  • Hohe Anwenderakzeptanz

Scan-to-Cloud als wichtige Komponente im Logistikprozess

Schuon Logistik logo

Einkaufen macht Spaß. Familie Maier zum Beispiel hat eben einen neuen Kühlschrank bestellt. Doch wie kommt die weiße Ware vom Hersteller in die Küche des Kunden? Von den Prozessen, die dahinter stecken, hat Familie Maier keine Ahnung. Das einzige was sie interessiert: Der Kühlschrank soll möglichst schnell geliefert werden. Hier beginnt die Arbeit von Logistikdienstleistern wie Gebrüder Schuon Logistik GmbH aus dem schwäbischen Haiterbach. Das Unternehmen verfügt über eine Lagerfläche von 75.000 Quadratmetern, hat über 150.000 Paletten-Stellplätze und bewältigt mit 75 Mitarbeitern täglich 4.000 Paletten- und 8.000 Paketbewegungen. Zu den Kunden zählen mittelständische Betriebe ebenso wie weltweit operierende Produktions- und Handelsunternehmen. Der Dienstleister arbeitet beispielsweise mit eBay-PowerSellern zusammen oder Traditionshäusern wie der Koch, Neff & Oetinger Verlagsauslieferung, für die er etwa den Transport des letzten Harry Potter- Bandes in die Buchhandlungen übernommen hat. Als Fulfillment-Anbieter verantwortet er den ganzen Prozess der Auftragsabwicklung – von der Lagerung und Kommissionierung über den Transport bis zur Auslieferung. Dass hier nichts ohne moderne IT und ein intelligentes Materialfluss-System geht, versteht sich von selbst.

Als einer der Großen der Branche ist der Logistikdienstleister bei der eingesetzten Technologie stets auf der Suche nach dem besseren Service und der Optimierung von Prozessen und Kosten. Cloud Computing, intelligente Kommissionierung mit Scan-to- Cloud und Kanban-Technologie heißen dabei die Schlagworte. Eine wichtige Rolle bei der Kommissionierung spielen Dokumentenscanner von Fujitsu. Damit integriert der Intralogistik- Experte papiergebundene Informationen in digitale Prozesse und verbindet sie mit seinen Logistik-Anwendungen in der Cloud.

Schuon macht's vor: Cloud Services für die Intralogistik

Das Lager optimal auslasten, Suchzeiten und Laufwege reduzieren, interne Transporte optimieren, Logistikprozesse vollständig dokumentieren – all dies ist heute undenkbar ohne Logistiksoftware. Doch die Lizenzgebühren für die anspruchsvolle Software sind ein gewichtiger Kostenfaktor in der Kalkulation. Starre Abrechnungsmodelle sind daher meist nicht mehr zeitgemäß. Logistiker denken und rechnen in Abläufen von Prozessen – etwa dem Einlagern einer Palette oder dem Kommissionieren von Kundenaufträgen – und erwarten von ihrer Software, dass sie ebenso prozessorientiert arbeitet und sich transaktionsbasiert abrechnen lässt. Genau dies erreichen sie mit dem flexiblen Software-as- a-Service-Modell, bezogen aus der Cloud.

Schuon hat die Zeichen der Zeit früh erkannt und setzt schon heute auf Cloud Computing. Bislang hatte der Dienstleister das Materialfluss-System "ix4“ des schweizerischen Anbieters LogistikBroker auf die klassische Art genutzt, sprich dafür Lizenzen gekauft. Nun hat er mit dem ersten seiner Großkunden, der Firma Bachmann, Generalvertretung in Baden- Württemberg für einen namhaften Hersteller von Kühlschränken, die Zusammenarbeit auf Cloud-Basis umgestellt. Alle weiteren Kunden sollen in den nächsten Monaten folgen. Dann wird Schuon Logistik für das Fulfillment die Intralogistik-Software nicht mehr als eine große Lizenz beziehen, sondern ausschließlich verbrauchsorientiert auf die „Intralogistik Cloud Services“ von LogistikBroker setzen: einen der ersten Cloud Services für die Logistikbranche, der auf der Plattform Microsoft Windows Azure basiert.

„Die Logistik ist ein sehr saisonales und schwankendes Geschäft, man hat hier mal mehr, mal weniger Software-Bedarf. Mit der Cloud kann ich solche Schwankungen besser abfangen“, begründet Horst Schuon, Inhaber und Geschäftsführer der Gebrüder Schuon Logistik GmbH, diesen Schritt. „Mit der Cloud bin ich deutlich flexibler“ ergänzt der Logistik- Profi.

Für das neue Modell spricht auch die besser an das Geschäft angepasste Kostenstruktur: Zum einen entfallen die Lizenzgebühren für die Software, zum anderen die Kosten für die Anschaffung und Wartung der zugrunde liegenden Hardware-Infrastruktur. Zusätzlich profitiert der Dienstleister von einem transaktionsbasierten Kostenmodell. „Ich bezahle nur das, was ich in Anspruch nehme“, bestätigt Schuon.

Kommissionierlisten werden intelligent

Neue Wege beschreitet der Logistikdienstleister auch beim Kommissionieren. Statt teurer Barcode-Lesegeräte nutzt er klassische Dokumentenscanner. "Zurück zum Papier" heißt bei Schuon die Devise. Was auf den ersten Blick so aussieht wie ein Rückschritt in das papierne Zeitalter ist jedoch tatsächlich ein Fortschritt. Denn die Kommissionierer arbeiten mit "intelligenten" Kommissionierlisten und dem fi-6130-Dokumentenscanner von Fujitsu, der das Papier per Knopfdruck wieder in die digitale Prozesskette integriert.

Das funktioniert so: Auf den Kommissionierlisten kleben verschiedene Barcodes, die sämtliche Informationen enthalten, um den Auftrag ordnungsgemäß auszuführen. Welches Produkt hat der Kunde gekauft? An welche Adresse soll die Ware geliefert werden? Jeder Barcode steht für eine definierte Workflow-Funktion, etwa für eine Buchung, eine Rückmeldung an den Endkunden oder einen bestimmten Versandweg. Generiert wird die Kommissionierliste mit den Barcodes direkt aus dem Logistiksystem, und zwar in dem Moment, wenn dort ein Auftrag angestoßen wird.

Auch beim Kommissionieren innovativ: Scan-to-Cloud

Im Lager holt der Kommissionierer die Ware aus dem Regal und löst mit Hilfe der Barcodes die einzelnen Aktionen des Workflows aus. Dies geschieht ganz einfach, indem er die Barcodes markiert oder abzieht und auf das Packstück klebt. Dank Barcode-Methode kann der Kommissionierer auch vor Ort im Lager Entscheidungen treffen, zum Beispiel, über welchen Versandweg die Ware zum Kunden kommen soll. Als letzten Schritt im Fulfillment-Prozess unterschreibt der Mitarbeiter die Kommissionierliste und scannt sie ein. Der Scan-Vorgang führt das Papierdokument auf intelligente Weise wieder dem digitalen Logistikprozess zu: Dank Scan-to-Cloud gelangen die eingescannten Informationen in das Materialwirtschaftssystem in der "Wolke'". Danach geht alles wieder seinen digitalisierten Gang: Die Logistiksoftware erzeugt einen Paketschein, der Kunde erhält automatisch eine Mail mit der Versandnummer und wenn der ganze Auftrag abgewickelt ist, wandert der Vorgang ins Archiv.

Fujitsu Scanner fi-6130Fujitsu-Scanner fi-6130: Er schafft mühelos 3.500 bis 4.000 Seiten am Tag

Er scannt und scannt: fi-6130 von Fujitsu

Auf diese Weise verlassen heute 3.500 bis 4.000 Pakete pro Tag das Lager von Schuon Logistik. Das stellt entsprechende Anforderungen an den Dokumentenscanner. “Zum einen muss er das hohe Scan-Volumen bewältigen. Zum anderen brauchen wir auch eine sehr gute Lesegenauigkeit, denn was wir einscannen, ist ja Barcode. Je genauer der Scanner liest, desto besser können die Daten später verarbeitet werden", beschreibt Horst Schuon seine Anforderungen. "Wir hatten vorher Scanner eines anderen Herstellers", so Schuon. "Die haben die Leistung ganz klar nicht gebracht." Von der Leistung der Fujitsu- Scanner ist er restlos überzeugt: "Wenn man da sieht, dass so eine kleine Maschine die 3.000 Seiten, manchmal sogar 4.000 locker am Tag macht, das ist schon bewundernswert."

Bei dieser Methode überzeugt auch die schnelle und einfache Einarbeitung. Dies bestätigt Hartmut Krüger, bei LogistikBroker zuständig für Prozessberatung und Projektleitung: "Wir haben mit dieser Lösung eine riesige Benutzerakzeptanz erfahren." Der Fujitsu-Scanner leistet dazu seinen Teil, denn er lässt sich denkbar einfach bedienen: Dokument einlegen, Knopf drücken, den Bestimmungsort auswählen, fertig. Ein weiterer Vorteil für den Logistiker: "Wir müssen kein teures Equipment vorhalten, wir brauchen keine zehn Barcode-Lesegeräte in der Schublade. Die müssen ja auch konfiguriert werden und wir bräuchten im Lager eine WLAN-Infrastruktur. "Statt dessen benötigt er nur einen einzigen Dokumentenscanner und einen PC mit Internetanschluss. "Konservativ geschätzt, denke ich, dass die Lösung mit dem Dokumentenscanner im Vergleich zum Einsatz von Barcode-Scannern nur 25 Prozent der Kosten verursacht", erklärt Horst Schuon.

Im LAgerIm Lager: Der Kommissionierer holt die Ware aus dem Regal und löst mit Hilfe der Barcodes die einzelnen Aktionen des Workflows aus

Kanban-Karten steuern unternehmensübergreifende Prozesse

Für den letzten Akt, die Auslieferung des Kühlschranks an den Kunden, kommt die Spedition Stickel aus Nagold mit ins Spiel. Diese schlägt jährlich 50.000 Premium-Kühlgeräte um. Auch sie setzt auf die Cloud Services von LogistikBroker. Dank Cloud arbeiten Logistikdienstleister und Spediteur problemlos unternehmensübergreifend zusammen. Um die einzelnen Schritte in der Transportkette abzubilden, nutzen sie so genannte Kanban- Karten. Kanban, wortwörtlich 'Karte', steht für ein in Japan entwickeltes System zur flexiblen und dezentralen Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. Kanban-Karten stoßen jeweils vorgelagerte Prozesse an und sorgen in der Logistik dafür, dass für ausgelieferte Waren im Lager Nachschub bereit gestellt wird. So lassen sich Materialbestände nachhaltig reduzieren und die Lieferfähigkeit erhöhen.

Per Knopfdruck in die Wolke

Auch für diesen Prozess kommen bei Schuon die intelligenten Kommissionierlisten in Kombination mit den Fujitsu Scannern zum Einsatz: Schuon versieht alle Kühlschränke, die sein Lager in Richtung Spedition Stickel verlassen, mit einer Kanban-Karte. Dort muss der Mitarbeiter lediglich die untere Hälfte der Karte abreißen, sie mit seiner Unterschrift versehen und einscannen – und schon ist die Transportkette unternehmensübergreifend abgebildet. Auch der Spediteur nutzt für das Scannen in die Cloud einen Dokumentenscanner von Fujitsu. Die Informationen aus der Kanban-Karte lösen in der Logistiksoftware in der Cloud nachgelagerte Prozesse aus, beispielsweise die Aktualisierung der Warenbestände. Auch von der rechtlichen Seite ist die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit in der Cloud wasserdicht. Denn alle Beteiligten können jederzeit nachvollziehen, wer die Kommissionierliste unterschrieben und eingescannt hat.

Fazit: Mit dem Cloud Computing-Projekt auf Basis von Microsoft Windows Azure macht sich Schuon Logistik zum Vorreiter für eine ganze Branche: Cloud Computing in Kombination mit Scan-to-Cloud und der Steuerung unternehmensübergreifender Prozesse per Kanban- Karte bietet der Logistik neue Chancen. Und auch der Kunde profitiert von einem effizienten Lieferprozess. Das sieht auch Hartmut Krüger so: "Diese Lösung können Logistikdienstleister überall auf der Welt einsetzen", sagt er zusammenfassend.

Kanban ticketJeder Barcode löst eine Aktion aus: (Quelle: Gebrüder Schuon Logistik GmbH)
Kanban ticketDie Informationen aus der Kanban-Karte lösen in der Logistiksoftware in der Cloud nachfolgende Prozesse aus. (Quelle: Gebrüder Schuon Logistik GmbH)

 

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