PR939
Fujitsu Microelectronics Europe
Fujitsu stellt neues Grafik-SoC mit integrierter Dual-APIX-Verbindung für Automobil-Anwendungen vor
Das neue SoC ist auf modulare Displaysysteme im Automobil optimiert, beispielsweise Kombi-Instrumente, Head-up-Displays sowie Navigations- und Rear-Seat-Entertainment-Anwendungen
Langen, Germany, 7. Oktober 2009 — Fujitsu Microelectronics Europe (FME) hat den MB86R02 ‘Jade D’ angekündigt, den jüngsten Vertreter der SoC-Familie ‘Jade’, der den leistungsstarken 32-Bit-CPU-Core ARM926EJ-S sowie Fujitsus erfolgreichen Grafikprozessor ‘Coral PA’ vereint. ‘Jade D’ beruht auf Fujitsus proprietärer 90-nm-CMOS-Prozesstechnologie und ist auf Automobil-Anwendungen optimiert, die sowohl hohe CPU-Leistung als auch anspruchsvolle 2D/3D-Grafik erfordern. Mit diversen besonderen Kenndaten wie dem erweiterten Temperaturbereich bis +105°C, dem Spread-Spectrum-Taktgenerator (SSCG) und APIX eignet sich der MB86R02 perfekt für alle modularen Displaysysteme im Automobilbereich.
Ein wesentliches Merkmal des MB86R02 ist die serielle Gigabit-Schnittstelle Dual-APIX von Inova Semiconductors. Die APIX-Technologie entwickelt sich zum neuen Standard für Peer-to-Peer-Echtzeitübertragungen von Video- und Peripheriedaten. APIX erfüllt die strengen EMV-Anforderungen für Displayanwendungen in Fahrzeugen, und ermöglicht durch die Integration in SoCs höhere Leistung bei deutlich niedrigeren Kosten. Fujitsu war der erste Halbleiterhersteller auf dem Markt, der diese neue Videoschnittstelle in ein großes Angebot von Mikrocontrollern und Grafikcontrollern integrierte. Die im MB86R02 vorhandenen Verbindungen erlauben Übertragungsgeschwindigkeiten bis 1 GBit/s. Beide lassen sich als Sender oder Empfänger konfigurieren und unterstützen den Seitenband-Kanal für Peripheriedaten.
Zu den Zielanwendungen gehören Grafik-Dashboard-Systeme, Head-up-Displays, integrierte Navigationssysteme, Rear-Seat-Entertainment, Point-of-Sale-Terminals und industrielle Bedienpanels. Der Baustein im 484-Pin-TEBGA-Gehäuse (Thermal Enhanced BGA), benötigt eine Versorgungsspannung von 3,3 V (I/O), 1,8 V (DDR2), 1,2V (intern) und ist für einen Betriebstemperaturbereich von -40°C bis +105°C ausgelegt.
Der integrierte SSCG stellt durch kleine Taktmodulation eine geringe elektromagnetische Interferenz (EMI) sicher.
Beim ARM926EJ-S handelt es sich um einen voll synthetisierbaren Prozessor mit einer um Jazelle (Java-Beschleunigung) erweiterten 32-Bit-RISC-CPU, 16 kByte Befehlscache, 16 kByte Datencache, 16 kByte ITCM, 16 kByte DTCM und einer Speicherverwaltungseinheit (MMU, Memory Management Unit). Auf der CPU laufen alle wichtigen Betriebssysteme sowie Middleware. Zu den weiteren Features gehören eine ETM9- (Medium) und eine JTAG-ICE-Schnittstelle, 8-kanalige DMA sowie 32-Bit-Taktgeber.
Die Kernfrequenz beträgt 320 MHz, sie wird von einer On-chip-PLL erzeugt. Zur integrierten Peripherie zählen ein vereinheitlichter bis zu 128 MByte großer DDR2-Speicher, der 320 MBit/s unterstützt, eine parallele Flash/SRAM-Hostschnittstelle mit Entschlüsselungssystem, CAN, MediaLB, A/D-Wandler, I2C, I2S, PWM, SPI, UART, GPIO und ein externer Interrupt.
Besondere Unterstützung für Embedded-Graphics-Applikationen, die mehr Display- und Renderingfunktionen benötigen, stellt Fujitsus ‘Coral PA’-Prozessor bereit. Dazu gehören eine Rendering-Engine für 2D/3D-Grafikbeschleunigungsfunktionen zusammen mit ROP und Blendoperationen, ein Geometrieprozessor, der Fließkomma-Transformationen für die flüssige Grafik-Animation unterstützt, sowie die Fähigkeit, auf zwei verbundenen Bildschirmen voneinander unabhängige Inhalte anzuzeigen.
An zwei getrennten Ausgängen werden Displays mit Auflösungen zwischen 320 x 240 und 1280 x 768 unterstützt. Eine eingebaute TCON-Einheit erlaubt es, Panels ohne weitere Steuerungslogik anzuschließen, was einen deutlichen Kostenvorteil darstellt. Eine sicherheitsrelevante Signatur-Einheit sowie Dithering- und Gamma-Systeme zur Verbesserung der Bildqualität sind ebenso erhältlich wie Pixel- und Layer-Überlagerung. Das physikalische Interface zum Bildschirm kann APIX, RGB digital oder RSDS sein.
Weitere wichtige Grafik- und Video-Features:
- Textur-Mapping-Einheit (bis 4096 x 4096)
- Bit-Blt-System (bis 4096 x 4096)
- Alpha-Bit-Blt- und ROP2-Funktionen
- Sechs Display-Overlay-Lagen (Windows) pro Kanal
- Alpha-Ebene und konstanter Alpha-Wert für jeden Layer
- Zwei digitale Video-Eingänge (diverse Formate einschließlich YUV, RGB, ITU656)
- Video-Skalierfunktion (Aufwärts-/Abwärts-Skalierung)
- Helligkeits-, Kontrast- und Sättigungssteuerung für Video
- Integriertes Alpha-Blending, Kantenglättung und Einblendung oder „Anti-Aliasing“ und „Chroma-Keying“
Verfügbarkeit und weitere Unterstützung
Musterstückzahlen des MB86R02 werden ab Q4/2009 erhältlich sein. Zu dieser Zeit werden ebenso ein dediziertes Evaluierungboard sowie Beispielprogramme angeboten.
Über Fujitsu Microelectronics Europe
Fujitsu Microelectronics Europe (FME) ist ein führender Lieferant von Halbleiterprodukten. Das Unternehmen bietet fortschrittliche
Systemlösungen für die Bereiche Networking, Mobile Kommunikation, Automotive, Digital-TV und Industriesegmente. Die enge
Zusammenarbeit der Entwickler aus den FME Design Centern - spezialisiert auf Mixed Signal, Kommunikation, Mikrocontroller,
Graphics Controller, Multimedia ICs und ASIC Produkte - mit den Marketing- und Sales-Teams aus ganz Europa trägt dazu bei,
den Kunden-Anforderungen bei der Entwicklung von Systemlösungen gerecht zu werden. Dies wird durch eine breite Palette von
hochkomplexen Halbleitern, IP-Bausteinen und Software unterstützt.
Für weiterführende Information: FUJITSU Graphics Solutions
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