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Studie von Fujitsu: Digitale Disruption schürt Ängste im Finanzsektor

June 29, 2017

Auf einen Blick:

  • Rund 88 Prozent der Manager im Finanzbereich registrieren bereits Auswirkungen der Digitalisierung auf ihr Unternehmen
  • Höherer Prozentsatz der Führungskräfte im Finanzsektor als in anderen Branchen geht davon aus, dass der digitale Wandel langfristige Geschäftsentscheidungen erschwert
  • An die 89 Prozent der Fachleute sind optimistisch, dass ihr Unternehmen die Herausforderungen der Digitalisierung bewältigt.

Der überwiegende Teil der Führungskräfte im Finanzsektor stuft die Effekte des digitalen Wandels für ihr Unternehmen als positiv ein. Das gilt auch für die Geschäftschancen, die sich dadurch ergeben. Das ist ein zentrales Ergebnis einer Studie, die im Auftrag von Fujitsu erstellt wurde1. Allerdings löst der Umbruch in ihrer Branche bei fast zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) auch Besorgnis aus.

Die Untersuchungsergebnisse unterstreichen, dass die Digitalisierung für Unternehmen in fast allen Branchen heute die „neue Normalität“ ist. Organisationen müssen daher neue Wege finden, wie sie ihre Geschäfte betreiben. Vor allem in der Finanzbranche hat sich die Wettbewerbssituation verschärft. Zudem haben neue Mitbewerber die Bühne betreten. Dazu zählen Fintechs und so genannte „Challenger“-Banken, also junge, agile Unternehmen, die etablierte Großbanken herausfordern. Daher ist es nicht verwunderlich, dass fast alle (98 Prozent) Manager von Finanzunternehmen einräumen, dass ihr Unternehmen bereits von dieser Entwicklung tangiert wurde. Weitere 72 Prozent gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt und bis 2021 zu einem dramatischen Wandel in der Finanzbranche führt.

Den massiven Wandel und seine Folgen sehen viele Führungskräfte von Banken und Finanzdienstleistern mit einer gewissen Sorge. So räumte fast die Hälfte (47 Prozent) der Manager ein, dass es durch die disruptive Entwicklung schwerer fällt, langfristige Geschäftsentscheidungen zu treffen. Nur 9 Prozent der Befragten sehen ihr Unternehmen in einer führenden Position, was die Digitalisierung betrifft. Das ist der niedrigste Wert aus allen Wirtschaftsbereichen. Dagegen sind 62 Prozent der Befragten der Auffassung, dass sie heute in viel stärkerem Maß die richtigen Entscheidungen in puncto Digitalisierung treffen als noch vor zwei Jahren. Rund 89 Prozent der Befragten glauben sogar, dass ihr Unternehmen auch im digitalen Zeitalter erfolgreich sein wird.

Finanzdienstleister müssen sich wandeln

Um das zu erreichen, muss sich die Finanzsparte jedoch nach Einschätzung von 86 Prozent der Führungskräfte weiterentwickeln. Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Manager sind der Auffassung, dass ihr Unternehmen innovativer als bislang sein muss. Für rund 46 Prozent der Befragten sind es die Führungsteams und Top-Manager, die intern die digitale Transformation der Finanzunternehmen vorantreiben sollten. Als wichtigsten äußeren Faktor nannten 46 Prozent der Führungskräfte die Kunden, gefolgt von Mitbewerbern (27 Prozent) sowie Partnern und Dritten (20 Prozent).

Generell ist die Stimmung im Finanzsektor positiv. Mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) glauben, dass der digitale Wandel ihrem Unternehmen neue Geschäftschancen eröffnet. Mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent) sehen in der Digitalisierung ein positives Element.

Dr. Rolf Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutschland und Head of Central Europe bei Fujitsu, kommentiert die Ergebnisse der Studie folgendermaßen: „Der Finanzsektor sieht sich stärker als andere Branchen mit einem wachsenden Wettbewerbsdruck und den Folgen der digitalen Transformation konfrontiert. Gleichzeitig müssen die Unternehmen ihre in die Jahre gekommene technologische Infrastruktur erneuern. Die Resultate unserer Untersuchung bestätigen, dass Finanzdienstleister sehr wohl die Vorteile der Digitalisierung erkennen und dem Wandel mit Zuversicht entgegensehen. Sie implementieren daher neue Technologien, um ihre Marktposition zu behaupten und den Wandel in ihrer Branche mitzugestalten. Allerdings sind sich die Führungskräfte von Finanzunternehmen sehr wohl darüber bewusst, dass sie Unterstützung benötigen, um ihre Ziele zu erreichen: An die 52 Prozent sind der Meinung, dass der 'richtige' Partner, mit dem sie gemeinsam Technologielösungen entwickeln, ein Schlüssel zum Erfolg ist."

Informationen für Journalisten
1 Die quantitative Studie “Fit for Digital: Co-creation in the Age of Disruption” wurde im September 2016 vom unabhängigen Marktforschungsinstitut Censuswide durchgeführt. An der Umfrage nahmen 1180 Führungskräfte von mittelständischen und großen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen teil. Dazu zählen der öffentliche Sektor, Finanzdienstleister sowie Handel und Industrie. Rund 250 der Befragten sind im Einzelhandel tätig. Von den Teilnehmern der Studie stammen 210 aus den USA, 156 aus Großbritannien sowie jeweils 152 aus Deutschland und Australien. Je 150 der Befragten sind in Spanien, Frankreich und Italien tätig, jeweils 30 in Finnland und Schweden.

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Fujitsu ist der führende japanische Anbieter von Informations- und Telekommunikations-basierten (ITK) Geschäftslösungen und bietet eine breite Palette an Technologieprodukten, -lösungen und -Dienstleistungen. Mit rund 155.000 Mitarbeitern betreut das Unternehmen Kunden in mehr als 100 Ländern. Fujitsu nutzt seine ITK-Expertise, um die Zukunft der Gesellschaft gemeinsam mit seinen Kunden zu gestalten. Im Geschäftsjahr 2016 (zum 31. März 2017) erzielte Fujitsu Limited (TSE:6702) mit Hauptsitz in Tokio, Japan, einen konsolidierten Jahresumsatz von 4,5 Billionen Yen (40 Milliarden US-Dollar).

Über Fujitsu Central Europe (CE)

Fujitsu Central Europe (Deutschland, Österreich und die Schweiz) ist ein führender europäischer Informations- und Telekommunikations-Komplettanbieter. Das Unternehmen bietet ein umfassendes Portfolio von Technologieprodukten, Lösungen und Dienstleistungen, das von Endgeräten über Rechenzentrumslösungen, Managed und Maintenance Services und Cloud-Lösungen bis hin zum Outsourcing reicht. In der Region Central Europe erzielte Fujitsu im Geschäftsjahr 2015 (zum 31. März 2016) mit rund 2.800 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 1,8 Milliarden Euro.
Fujitsu entwickelt und fertigt in Deutschland IT-Lösungen und betreibt hochsichere Rechenzentren. Mit über 10.000 Channel-Partnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügt Fujitsu zudem über eines der leistungsfähigsten Partnernetzwerke der Branche.http://www.fujitsu.com/de/

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Datum: 29 June, 2017